Kastrationspflicht auch in Oberhausen?

Katzenbabies sind zwar niedlich, leider beherbergen die Tierheime aber unzählige von ihnen, weil die Elterntiere nicht kastriert wurden.
  • Katzenbabies sind zwar niedlich, leider beherbergen die Tierheime aber unzählige von ihnen, weil die Elterntiere nicht kastriert wurden.
  • Foto: reihei10 / pixelio.de
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Die Kastrationspflicht
für freilaufende Katzen haben in Nordrhein-Westfalen bereits 70 Gemeinden eingeführt. Oberhausen jedoch gehört noch nicht dazu. Die Katzenhilfe Oberhausen startet deshalb wieder mit einer Kastrationsaktion bis Ende März.

Die Tierheime des Ruhrgebiets klagen über Platzmangel. Die Katzenhäuser sind (meist) restlos belegt, es fehlt an neuen Unterbringungsmöglichkeiten um der Flut an ausgesetzten Tieren, Kitten und herrenlosen Freigängern her zu werden. „Wir sehen das sich in den letzten Jahren die Katzenpopulationen immens vergrößert haben. Das liegt auch daran, dass viele Halter ihre Freigängerkatze nicht kastrieren lassen und gerade im engbesiedelten Ruhrgebiet Katzen auf andere Katzen treffen und sich häufig unkontrolliert fortpflanzen“, erklärt der deutsche Tierschutzbund .
Um das Problem der weiter anwachsenden Katzenpopulationen einzudämmen, schlägt der Tierschutzbund gemeinsam mit den ihm angeschlossenen Tierschutzvereinen eine Kastrations- und Kennzeichnungspflicht für Katzen in den Kommunen vor. Als Vorbild voran gehen zum Beispiel die Städte Bonn und Recklinghausen .

In Bonn, Recklinghausen und 68 weiteren Gemeinden NRW´s besteht bereits Kastrationspflicht

Anders als in anderen Städten gibt es in Oberhausen keine Kastrationspflicht. So ist jeder Tierhalter für sein Tier und die daraus resultierenden Konsequenzen selbst verantwortlich. „In Oberhausen leben sehr viele Tiere auf engstem Raum zusammen was eine schnelle Vermehrung unkastrierter Tiere begünstigt. So gibt es jährlich im Frühjahr eine wahre ,Katzenschwemme´ mit Tieren die sich dann, wenn sie überleben, ebenfalls vermehren.“, erklärt Nadine Michalski von der Katzenhilfe Oberhausen.
„Mancherorts kommt es so sogar zu einer wahren Katzenplage. Deshalb ist die Kastration eines Freigängers auch eine moralische Frage, denn wer sein Tier nicht kastriert, nimmt die unkontrollierte Vermehrung und das daraus resultierende Katzenelend billigend in Kauf“, erklärt die Tierschützerin weiter.
Eveline Müller, seit 30 Jahren Vorsitzende der Katzenhilfe Oberhausen, weiß aus eigener Erfahrung zu berichten, dass sich viele Menschen ungewollt „unvernünftig“ verhalten weil ihnen schlichtweg die finanziellen Mittel für diese Operation fehlen. Immerhin entstehen für eine Kastration bei Katern rund 60 Euro plus Mehrwertsteuer, für eine Kätzin rund 92 Euro plus Mehrwertsteuer- so schätzt die Bundestierärztekammer grob. (Weitere Infos dazu finden sich hier).

Katzenhilfe Oberhausen startet wieder eine Kastrationsaktion mit vergünstigten Operationspreisen

Aus diesem Grund hat die Katzenhilfe im vergangenen Jahr eine Kastrationsaktion gestartet. Und auch in diesem Jahr soll Menschen mit einem geringen Einkommen geholfen werden. Die Katzenhilfe bietet hierzu eine vergünstigte Kastrationsmöglichkeit an. Im Preis inbegriffen ist auch eine Tätowierung und ein Identifikationschip um die Tiere zu registrieren. Das Angebot gilt bis Ende März. Weitere Informationen sind unter  Tel. 45 664 81 erhältlich.
„Eine Kastration ist die einzige Möglichkeit Katzen wirksam zu schützen und Tierelend zu vermindern“, weiß Müller. „Diese OP ist nur ein kleiner Routineeingriff der in der Regel von den Tieren gut und schnell überstanden wird.“
Nähere Informationen zur Katzenhilfe Oberhausen finden sich hier . Allgemeine Informationen zur Kastration bei Katzen finden Sie hier . Gemeinden welche bereits eine Kastrationspflicht für Freigänger-Katzen eingeführt haben sind auf der Seite des deutschen Tierschutzbundes aufgelistet.

Autor:

Daniela Neumann aus Oberhausen

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