Spende mal andersherum
Kleiderladen Janne & Pit hilft dem Sternenzelt

Regine Arnold übergibt die Spende an Nicole Peters (r.). Foto: privat
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Normalerweise erhält der Kleiderladen Janne & Pit Kleiderspenden. Jetzt spendete er wiederum die bemerkenswerte Summe von 3.000 Euro an das Oberhausener Sternenzelt, das trauernde Kinder und Jugendliche begleitet.

Drei Hosen ein Euro. Ein Handtuch 50 Cent. Ein Pullover zwei Euro. Die nahezu ungetragene Markenwinterjacke ist mit 25 Euro der Preisbrecher bei Janne & Pit – neu kostet sie derzeit 150 Euro. Jede Woche kaufen hier etwa 150 Menschen aus Oberhausen, Mülheim und Duisburg ein. Im Durchschnitt gibt jeder zwischen drei und zehn Euro aus.
Harz IV-Empfänger, Menschen an oder unter der Armutsgrenze. Die Zielgruppe ist irritierend groß. Bei diesen Umsatzzahlen ist es umso erstaunlicher, dass der auf Materialspenden angewiesene Kleiderladen Janne & Pit wiederum selbst einen derart hohen Betrag spendet. „Es kommen immer mehr bedürftige Menschen zu uns, die für wirklich wenig Geld viel Waren erhalten, das summiert sich“, erzählt die ehrenamtliche Leiterin des Kleiderladens, Regine Arnold.
Wäre Janne & Pit ein Wirtschaftsunternehmen, es schriebe wohl schwarze Zahlen. Also gibt es in diesem Jahr drei Spenden an karitative Einrichtungen im Stadtgebiet. Eine fließt an das Sternenzelt, ein Projekt des Ambulanten Hospiz Oberhausen e.V., das sich mit trauenden Kindern und Jugendlichen beschäftigt. Die Mitarbeiterin Nicole Peters-Bokelmann freut sich über die hohe Summe: „Das ist ein völlig überraschender Betrag, den wir natürlich sofort in die intensive Arbeit mit den Kindern und Jugendlichen stecken. Ein riesiges Dankeschön an Janne & Pit“.
Janne & Pit ist im Grunde eine Kleiderkammer, ein Second-Hand-Laden, eine Tafel für Klamotten, Haushaltswaren und Kinderspielzeug, und es ist vor allem ein Laden, der mit Stil und Würde arbeitet. Wie passend, ist Janne & Pit doch bis ins Kirchenschiff der St. Michaelkirche im Oberhausener Knappenviertel an der Falkensteinstraße hineingebaut. Das erzeugt natürlich eine besondere Atmosphäre, die ganz unmittelbar in und auf den Kleidermarkt einwirkt. Daher verwundert es auch nicht, dass die Leute gerne in die liebevoll eingerichteten und dekorierten Räume kommen.

Stets ein offenes Ohr

Hier riecht es nicht nach alten Kleidern, die Mitarbeiter haben ein offenes Ohr für die Probleme der Besucher und fast jeder geht mit neuer gebrauchter Kleidung nach Hause. Als Janne & Pit vor sieben Jahren startete, flossen noch alle Einnahmen an die katholische Kirche. Heute werden die gestiegenen Einnahmen weitergetragen und sorgen so auch dafür, dass Kinder aus mittellosen Familien zum Schulstart schon mal einen neuen Tornister inklusive Inhalt bekommen.
Mehr Infos übers Sternenzelt gibt es unter Tel.: 810 11 10.

Regine Arnold übergibt die Spende an Nicole Peters (r.). Foto: privat

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