Pflegekräfte trauern…

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Am vergangenen Samstag fand zum 5. mal am Oberhausener Hauptbahnhof die Bundesweite Veranstaltung „Flashmob Pflege am Boden“ statt bei der Pflegekräfte und von Pflege betroffene auf die Missstände im Gesundheitssystem aufmerksam machen wollen. Besonders auffällig dabei dieses Mal, die rund 50 Teilnehmer hielten Plakate, aufgemacht wie Traueranzeigen, mit der Aufschrift „In tiefer Trauer nehmen wir Abschied von der Menschenwürde im Gesundheitssystem“ in die Luft.

„Aufgrund des immer größer werdenden Personalmangels und des weiter wachsenden Dokumentationsirrsinns haben wir Pflegekräfte keine Zeit um uns richtig um die Pflegebedürftigen zu kümmern“, so Tanja Bleuel, eine Organisatorin des Flashmobs „das hat weder für uns noch die Pflegebedürftigen etwas mit Menschenwürde zu tun“. Angesprochen auf die Ursachen des Personalmangels, antwortet Kim Heidrich, der zweite Organisator „Die schlechten Arbeitsbedingungen und die schlechte Bezahlung sind da sicher zwei Hauptgründe. Aber anstatt etwas dagegen zu tun, startet die Politik lieber langwierige Testphasen und die Krankenkassen geben Millionen für Werbekampagnen aus um Pflegefehler in die Boulevardpresse zu bringen“. Was die Teilnehmer des Flashmobs von dem zuletzt angesprochenen halten, zeigen sie deutlich auf weiteren Plakaten, „Liebe AOK, Pflegenotstand = Fehler“, ist dort zu lesen.

Bundesweit fand die Aktion „Flashmob Pflege am Boden“ bereits zum 7. mal statt. An rund 80 Orten haben sich knapp 5000 Teilnehmer an den Protesten beteiligt. Aufhören wollen sie erst, „wenn sich unsere Regierung endlich um die Probleme kümmert und sich nachhaltig etwas für alle Beteiligten ändert“, so Tanja Bleuel. Der nächste Flashmob in Oberhausen findet am 10. Mai von 11:55 bis 12:05 statt, die beiden Organisatoren hoffen dabei auf noch mehr Teilnehmer als im April.

Autor:

Kim Heidrich aus Velbert-Langenberg

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