OTV Endurance Team: Hitzeschlacht beim VIVAWEST-Marathon

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OTV Endurance Team in Gelsenkirchen
 
Schnellster OTV'ler war Tijani Abdelaziz
Am Sonntag, den 27. Mai 2018 fand der VIVAWEST-Marathon bereits zum sechsten Mal statt. Er verbindet die Ruhrgebietsstädte Gelsenkirchen, Essen, Bottrop und Gladbeck mit einem Streckenverlauf, der die Vielfalt des Ruhrgebiet wiederspiegelt: vorbei an alten Zechen, der für das Ruhrgebiet typischen Industriekultur und natürlich entlang der grünen ehemaligen Bahntrassen, welche mittlerweile als Rad- und Laufwege genutzt werden.
Das OTV Endurance Team schickte zahlreiche Läufer auf die Halbmarathonstrecke, den 10 km-Lauf der WAZ und war mit Einzelstartern und 2 Staffeln auf der Marathonstrecke vertreten. Insgesamt waren für den VIVAWEST-Marathon über 9.500 Teilnehmer gemeldet, darunter knapp 1.000 Marathonläufer und ca. 3.500 Halbmarathonläufer.
Start und Ziel des Marathons und des Halbmarathons befinden sich in Gelsenkirchen. Der WAZ 10 km-Lauf startete in Gladbeck und endete ebenfalls am Musiktheater in Gelsenkirchen.
Eigentlich sollte der Startschuss für den Marathon und die Marathon-Staffeln um 9.30 Uhr fallen, er verzögerte sich jedoch um ca. 30 Minuten, da die Strecke wegen blockierenden Autos noch nicht freigegeben werde konnte. Gegen 10.00 Uhr durften die Läufer dann endlich starten. Fast 100.000 Zuschauer säumten die Strecke und die alle 3 km anzutreffenden Verpflegungsstände. Allen Startern machte die Hitze zu schaffen. Die entlang der gesamten Strecke zusätzlich installierten Duschen wurden von den Teilnehmern bei der drückenden Hitze dankbar zur Abkühlung genutzt.

Auf der Marathonstrecke erreichte Detlef Blässe in 4:39,15 Platz 33 in der AK 55 und belegte damit Platz 12 in seiner AK bei der Marathon Ruhrgebietsmeisterschaft. Christian Tintrop lief seinen ersten Marathon unter diesen harten Bedingungen und erreichte in guten 4:52,28 die Ziellinie. Dies bedeutete für ihn Platz 50 in der AK 40 und AK-Platz 21 bei der Marathon Ruhrgebietsmeisterschaft.

Die Mixed-Staffel startete in der gleichen Besetzung wie letztes Jahr mit Sven Dannenberg, Talitha Lange, Henning Thimm und Miriam Seidel. Dannenberg ging als Startläufer auf den ersten Streckenabschnitt von 15 km und kämpfe bei der Hitze ab km 10 mit schweren Beinen und einer mehrwöchigen Trainingspause. Trotzdem lief er hervorragende 1:15 Std. und legte damit eine sehr gute Grundlage für die Staffelkollegen. Bei Lange lief es ebenfalls sehr gut, sie bestritt die 11 km aus dem Marathontrainings heraus und ließ sich von der guten Stimmung an der Strecke beflügeln. Thimm wartete am 2. Wechselpunkt bereits gut vorgewärmt von der Sonne für die anstehenden 10 km. Er nutze jedes Fleckchen Schatten auf der Strecke und jede Möglichkeit der Abkühlung. Er übergab schließlich an Seidel für die letzten 6 km. Die Mixed-Staffel lief auf einen sehr guten 2. Platz von insgesamt 25 Mixed-Staffeln in einer Gesamtzeit von 3:43,47.

Zum ersten Mal gab es eine reine OTV-Damen-Staffel in der Besetzung Isabella Gurr, Claudia Horstmann, Corinna Blässe und Bettina Hütter. Gurr lief die ersten 15 km, Horstmann den zweiten Streckenabschnitt mit 11 km und Blässe die anschließenden 10 km. Mangels Ausschilderung gab es etwas Verwirrung um den Standort des letzten Wechselpunktes, auch die Streckenposten zuckten auf Nachfrage nur mit den Schultern. Nach einigen Nachfragen und einer hilfsbereiten Dame aus dem Veranstaltungsteam konnte auch dieser rechtzeitig gefunden werden. Auch der letzte Wechsel klappte reibungslos und Hütter konnte die letzten 6 km in Angriff nehmen. In der letzten Kurve vor dem Zieleinlauf nahmen die ersten 3 Läuferinnen Hütter in Empfang und liefen gemeinsam in 4:25,15 ins Ziel. Damit belegten sie Platz 7 in der Damen-Wertung.

Neun Mitglieder des OTV Endurance Teams starteten um 10:30 Uhr auf der Halbmarathondistanz. Schnellster OTV’ler war Tijani Abdelaziz. Er war in Topform, stieß im Gedränge an einer Verpflegungsstelle jedoch mit einer anderen Läuferin zusammen und beide stürzten - mit leichten Schürfwunden an den Beinen rappelte er sich wieder auf und lief weiter. Er genoss die Bands an der Strecke und ließ sich von ihnen anfeuern und motivieren. Das Ziel erreichte er mit einer sehr guten Zeit von 1:48,10 und belegte damit Platz 47 in der männlichen Hauptklasse.
Ihm dicht auf den Fersen war Simon Blässe, der mit guten 1:52,01 Platz 64 in der männlichen Hauptklasse belegte. Nur wenige Sekunden später passierte René Krebber die Ziellinie, der 67. in der AK 35 wurde mit einer Zielzeit von 1:52,16.
Für Arne Seidel war es ein besonderer Lauf, nachdem er im letzten Jahr in Gelsenkirchen seine erfolgreiche Marathonpremiere gefeiert hatte. Es kamen immer wieder die Erinnerungen an den Marathon im letzten Jahr hoch, insbesondere am Start, an der Zeche Zollverein und auf den letzten Kilometern vor dem Ziel. Das Wetter sorgte dann dafür, dass der Halbmarathon - insbesondere die letzten Kilometer - sich für ihn genauso anstrengend und zermürbend anfühlten wie der Marathon im letzten Jahr. Er finishte in 1:59,33 und belegte damit Platz 73 in der AK 40. Es folgten Ralf Pickartz in 2:01,38 (98. AK 50) und Marius Janas in 2:05,37 (115. AK 30).
Andrea Berg meldete spontan nach und nutzte den Halbmarathon für einen langen Trainingslauf. Sie lief nach Puls, musste den ursprünglich angepeilten Wert aufgrund der Hitze jedoch ein wenig nach oben korrigieren. Sie lief entspannt in 2:22,20 ins Ziel und belegte damit Platz 56 in der AK 45.
Jessica Ongaro startete erst vor 14 Monaten im OTV-eigenen Laufkurs für Laufanfänger mit dem Laufsport und absolvierte ihren ersten Halbmarathon in tollen 2:33,47. Begleitet und motiviert wurde sie von ihrem Bruder und dem Teamkollegen Andreas Tinnefeld, der in 2:33,48 das Ziel erreichte. Die ersten 10 km liefen wie von selbst, danach machte sich bei beiden die schwüle, drückende Hitze bemerkbar. Trotzdem erreichten sie die anvisierte Zielzeit von ca. zweieinhalb Stunden mit Bravour. Ongaro belegte Platz 110 in der AK 30, Tinnefeld Platz 183 in der AK 45.

Sabine Dominik-Tinnefeld startete bei ihrem ersten offiziellen 10 km-Lauf in Begleitung ihres Teamkollegen Alexander Erdt. Auch hier mussten sich beide bis zur Streckenfreigabe an der Startlinie fast 20 Minuten gedulden, was die Nervosität von Dominik-Tinnefeld vor dem ersten Start noch verstärkte. Trotz der warmen Temperaturen legte sie in 1:20,25 eine Punktlandung der geplanten Zielzeit hin, Dominik-Tinnefeld belegte damit Platz 59 in der AK45, Erdt Platz 64 in der AK 40. Sie genoss die Verpflegung und Unterstützng seitens des Veranstalters und der Anwohner an der Strecke, die zusätzliche Abkühlungen in Form von Getränken und Duschen zur Verfügung stellten.
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