Feuerwehr im Dauerstress
Mehrere Bäche in Ratingen liefen über die Ufer

Reißende Fluten im Bereich Niederbeckweg.
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  • Reißende Fluten im Bereich Niederbeckweg.
  • Foto: Feuerwehr Ratingen
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Die Feuerwehr Ratingen war zunächst in der Nacht von Dienstag auf Mittwoch in Erkrath tätig, um den dortigen Einsatzkräften bei der Bewältigung der Flutkatastrophe nach Starkregen zu unterstützen. In unserer Stadt blieb die Lage zunächst überschaubar - bis gegen 14.30 Uhr am Mittwoch ein Einsatz wegen der Überflutung eines A44-Tunnels folgte. Ab dem dem frühen Abend war die Wehr dann auch in Ratingen fast pausenlos beschäftigt.

Die Kapazitäten des Schwarzbaches, des Sandbaches und des Haarbaches war gegen 19 Uhr erschöpft. Daher konnte die Kanalisation nicht entlastet werden. Aufgrund des stark steigenden Pegel des Schwarzbaches lief Wasser in ein Trafohäuschen der Pumpstation Regenrückhaltebecken Niederbeckweg. Die Stadtwerke Ratingen mussten die Anlage stromlos schaltete.

150 Keller vollgelaufen

Durch diese unabdingbare Maßnahme liefen ca. 150 Keller voll. Der Pegel des Schwarzbaches ist unverändert hoch. Derzeit wird versucht, die Pumpstation wieder in Betrieb zu setzen. Die Flüchtlingsunterkunft Niederbecksweg mit ca. 27 Bewohnern musste geräumt werden, sie konnten in einer anderen Unterkunft untergebracht werden.

Ein weiterer Einsatzschwerpunkt entwickelt sich in Ratingen-Tiefenbroich entlang des Angerbaches. Im Bereich Angermunder Weg läuft die Anger seit längerer Zeit über. Eine Vielzahl von Häusern im Bereich Angermunder Weg sowie Kleine und Große Dörnen sind Keller überflutet worden. Das Eingreifen der Feuerwehr ist auch hier nicht möglich, da große Wassermassen nachlaufen und die Kanalisation kein Wasser aufnehmen kann. Der Wasserstand der Anger muss hier erst sinken um erfolgreich Maßnahmen durchführen zu können.

Straße unbefahrbar

In Lintorf hat sich der Dickelsbach an der Tiefenbroicher Straße/Hülsenbergweg gestaut, die Straße sowie einen Parkplatz und ein Haus wurden geflutet. Der Straßenverkehr war hier zeitweise erheblich gestört, da ein Befahren der Straße nicht möglich war. Im Bereich der Rehecke hat ein kleiner Bachlauf den ca. 1.000m² großen Lagerkeller einer anliegenden Firma ca. einen Meter hoch mit Wasser geflutet.

Die Kräfte der Feuerwehr Ratingen werden derzeit reduziert, um für die Folgetage ausgeruhte Kräfte zur Verfügung zu haben. Derzeit sind noch ca. 45 offene Einsatzstellen im Stadtgebiet abzuarbeiten. Weitere Informationen folgen.

Autor:

Martin Poche aus Düsseldorf

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