Fassadenrestaurierung am Minoritenkloster in Ratingen
Sanierung aufwendiger als erwartet

Eine Plane vor dem Minoritenkloster in Ratingen zeigt die gezeichnete Ansicht der historischen Schaufassade. Diese muss noch einige Monate lang aufwendig restauriert werden.
  • Eine Plane vor dem Minoritenkloster in Ratingen zeigt die gezeichnete Ansicht der historischen Schaufassade. Diese muss noch einige Monate lang aufwendig restauriert werden.
  • Foto: Stadt Ratingen
  • hochgeladen von Claudia Jung

Die denkmalgerechte und nachhaltige Sanierung der Minoritenkloster-Fassade an der Lintorfer Straße gestaltet sich aufwendiger als erwartet. Mit Hilfe einer Restauratorin muss jetzt zunächst eine Methode gefunden werden, wie die schadhaften Altanstriche schonend entfernt werden können, ohne den historischen Putz zu zerstören. Für den anschließenden Neuanstrich gilt es, eine bautechnisch geeignete und historisch korrekte Farbe auszuwählen.

Eine Hälfte der Minoritenkloster-Fassade an der Lintorfer Straße ist seit einigen Monaten eingerüstet. Stücke der Gesimse waren herabgefallen, Passanten und Besucher des Kinos mussten geschützt werden. Denn bei der Begutachtung der Fassade waren weitere problematische Stellen festgestellt worden. Als sich abzeichnete, dass die Arbeiten länger dauern würden, wurde das Gerüst durch eine Plane mit einem Bildmotiv der historischen Fassade abgedeckt. Zunächst mussten die verschiedenen Fassadenbeschichtungen auf Schadstoffe wie Asbest oder PCB untersucht werden. Zum Glück wurden bei den entnommenen Proben keine Spuren von Schadstoffen entdeckt. Allerdings zeigten sich bei den Untersuchungen so starke Schäden im Anstrich und dem darunter liegenden Putz, dass letztlich die gesamte Fassade überarbeitet werden muss. Und da das Kloster ein eingetragenes Baudenkmal und ein sehr wichtiges Gebäude der Ratinger Stadtgeschichte ist, muss man behutsam vorgehen.

Probleme mit Altanstrichen

Die Problematik lässt sich an den Altanstrichen darlegen. Mindestens fünf verschiedene Schichten wurden mit der Zeit aufgetragen, sie alle müssen entfernt werden. Erste Versuche mit verschiedenen Strahlverfahren haben nicht zu positiven Ergebnissen geführt. Durch die Hochdruckreinigung würde der historische Putz der Fassade sehr stark zerstört. Nun geht es darum, mit Hilfe der Restauratorin ein Abbeizverfahren zu finden, das die Anstriche abträgt, aber den Putz schont. Dieser muss dann fachgerecht ausgebessert werden. Reparaturen mit ungeeignetem modernem Zementputz in der Vergangenheit hatten zu dem jetzt bröckelnden Gesimse geführt.

Abschluss der Arbeiten

Wann die Arbeiten vollständig abgeschlossen sind, hängt vom Ergebnis der aktuellen Fachprüfungen und von der Witterung ab. Die Stadtverwaltung hofft, dass dieser Teil der Klosterfassade bis zum Frühjahr fertig restauriert werden kann.

Das Ratinger Minoritenkloster wurde im 17. Jahrhundert in mehreren Abschnitten gebaut. Die Schaufassade zur Lintorfer Straße wurde 1884 umgestaltet, als das Minoritenkloster zum Rathaus umfunktioniert wurde.

Autor:

Lokalkompass Ratingen aus Ratingen

following

Sie möchten diesem Profil folgen?

Verpassen Sie nicht die neuesten Inhalte von diesem Profil: Melden Sie sich an, um neuen Inhalten von Profilen und Orten in Ihrem persönlichen Feed zu folgen.

5 folgen diesem Profil

Kommentare

online discussion

Sie möchten kommentieren?

Sie möchten zur Diskussion beitragen? Melden Sie sich an, um Kommentare zu verfassen.

Diskussion schließen

Hinweis: Der Autor wird vom System benachrichtigt

add_content

Sie möchten selbst beitragen?

Melden Sie sich jetzt kostenlos an, um selbst mit eigenen Inhalten beizutragen.

Karte einbetten

Abbrechen

Video einbetten

Es können nur einzelne Videos der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Playlists, Streams oder Übersichtsseiten.

Abbrechen

Social-Media Link einfügen

Es können nur einzelne Beiträge der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Übersichtsseiten.

Abbrechen

Beitrag oder Bildergalerie einbetten

Abbrechen

Schnappschuss einbetten

Abbrechen

Veranstaltung oder Bildergalerie einbetten

Abbrechen