Geflüchtete bedanken sich
Brief aus Ratingen an Angela Merkel

Mohammad Ahmad und Helda Kutish mit dem Merkel-Porträt, das die Künstlerin geschaffen hat.
  • Mohammad Ahmad und Helda Kutish mit dem Merkel-Porträt, das die Künstlerin geschaffen hat.
  • Foto: Volkssolidarität Ratingen
  • hochgeladen von Martin Poche

Auf Initiative von vier Mitgliedern der Interessengemeinschaft Ratinger Syrerinnen und Syrer in der Volkssolidarität Ratingen haben über 40 Menschen aus Syrien und dem Irak einen Brief an Angela Merkel geschrieben. Anlass war natürlich die Verabschiedung der Bundeskanzlerin am letzten Donnerstag. Vorher wollten sich die Geflüchteten bei Angela Merkel bedanken.

In dem Brief heißt es: "Wir mussten unsere Heimat verlassen, weil wir um unsere Leben fürchteten, weil wir plötzlich die falsche Religion hatten oder nicht auf unsere Landsleute schießen wollten oder, weil wir Frauen sind.

Wir brachen auf ins Ungewisse und viele verloren ihr Leben dabei. Sie, Frau Dr. Merkel, haben gegen viele Widerstände in Politik und Gesellschaft entschieden, dass Deutschland Flüchtlinge wie uns einfach so aufnimmt. Dafür werden wir Ihnen immer dankbar sein. Dank Ihrer Entscheidung haben viele tausend Geflüchtete Frieden und Sicherheit gefunden, und damit die Chance, sich eine neue Zukunft aufzubauen.

Gegen Terror und Antisemitismus

Wir möchten aber auch den vielen Menschen und Organisationen danken, die uns bei unserer Ankunft geholfen haben und uns immer noch weiter unterstützen. Aber wir fühlen auch Schmerz und Trauer, weil einige wenige derjenigen, denen Sie und Ihr Land Schutz gewährten, Terror und Leid in die Gesellschaft getragen oder sich an Angriffen auf jüdische Bürger und Einrichtungen beteiligt haben. Dies ist unentschuldbar und deutlich gegen unsere Werte.

Sehr geehrte Frau Dr. Merkel, wir wünschen Ihnen und Ihrem Ehemann für die Zukunft alles Gute, vor allem Gesundheit, so dass Sie viele Dinge, die Sie aufgrund des Amtes als Bundeskanzlerin bislang nicht tun konnten, jetzt nachholen und genießen können. Sie haben unsere Geschichte mitgeschrieben. Wir können jetzt ein freies, selbst bestimmtes Leben führen und unseren Kindern ein Leben mit guten Perspektiven ermöglichen."

Ein Ölbild als Geschenk

Als besonderes Geschenk wurde der scheidenden Kanzlerin ein Porträtgemälde geschickt, das die aus Syrien stammende Künstlerin Helda Kutish, eine der Unterzeichnerinnen des Briefes, gestaltet hat.

Autor:

Martin Poche aus Düsseldorf

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