Fund des Ordnungsdienstes
Drogen auf Lintorfer Skateranlage

Der Drogenfund des städtischen Ordnungsdienstes.
  • Der Drogenfund des städtischen Ordnungsdienstes.
  • Foto: Stadt Ratingen
  • hochgeladen von Thomas Zimmermann

Zwei Mitarbeiter des kommunalen Ordnungsdienstes (KOD) haben am Freitagabend in Lintorf vier Beutel Marihuana sichergestellt. Die Betäubungsmittel samt einer kleinen Mühle zum Zerkleinern von Kräuterdrogen fand die Streife bei einem Kontrollgang in den Büschen an der Lintorfer Skateranlage. Die rund 20 Jugendlichen, die sich kurz zuvor dort aufhielten, hatten beim Anblick der uniformierten Ordnungskräfte mehrere Gegenstände in die Sträucher geworfen und dann fluchtartig das Weite gesucht.

Insbesondere in den Abendstunden ist die Skateranlage Am Weiher seit Längerem in Verruf. Nach Angaben der Stadt hatten sich in den letzten Wochen vermehrt Lintorfer Bürger über lärmende Jugendliche und achtlos weggeworfenen Müll beschwert. Erst vor wenigen Tagen hatte außerdem ein Wochenblattleser der Redaktion erzählt, es sei im Stadtteil allgemein bekannt, dass dort mit Drogen gedealt werde.

Jugendamts-Mitarbeiter Michael Hansmeier bestätigte am Dienstag, dass die Anlage zuletzt auch ein Thema bei den Gesprächen zwischen Ordnungsamt, Jugendamt und der Polizei war. Die drei Behörden verbindet in Ratingen seit 2011 eine Ordnungspartnerschaft. Zwar sind die Zuständigkeiten klar verteilt, aber bei der Bekämpfung von Straftaten zieht man doch am gleichen Strang.

Aufklärung an Schulen ausweiten

Mit Blick auf den Fund in Lintorf empfiehlt Hansmeier dringend, den Cannabis-Konsum nicht zu verharmlosen. Jüngste Studien hätten gezeigt, dass die Wirkung der Drogen in den letzten 15, 20 Jahren noch stärker geworden sei. Die Aufklärung in den Schulen würde der Leiter des Beschwerdemanagements gern ausweiten.

Annette Sprenger, die bei der Diakonie für Suchtprävention zuständig ist, bestätigt, dass der Bedarf an Aufklärung über illegale Drogen und strafrechtliche Folgen bei Jugendlichen und jungen Erwachsenen sehr hoch ist. Das erlebt sie regelmäßig bei ihren Veranstaltungen an weiterführenden Schulen in Ratingen.

Die Suchtberatung der Diakonie hilft

Betroffene und ihre Angehörigen, die Hilfe suchen, können sich an die Suchtberatung der Diakonie auf der Angerstraße 11 wenden. Hier werden sie zu allen Fragen rund um die Themen Drogenkonsum, Drogenvermeidung und Suchtenwicklung beraten. Das Angebot ist kostenlos und die Anliegen werden vertraulich behandelt. "Wir haben eine Schweigepflicht", erklärt Stefan Passia, Leiter der Suchtberatung. Termine kann man telefonisch unter der Rufnummer 02102/109118 vereinbaren. Sprechzeiten ohne Voranmeldung bietet die Einrichtung außerdem montags von 9 bis 12 Uhr und mittwochs von 15 bis 18 Uhr an. Zusätzlich gibt es dienstags von 16 bis 17 Uhr eine Jugendsprechstunde. Von Thomas Zimmermann Mitarbeiter stellen vier Beutel sicher - Jugendamt warnt vor Verharmlosung

Autor:

Thomas Zimmermann aus Ratingen

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