Ehrenamtlicher Einkaufsdienst für ältere Menschen in Ratingen
Evangelische Gemeinde startet "Tütenhilfe"

Natürlich hat die evangelische Kirchengemeinde Ratingen nicht den Anspruch, mit ihrer "Tütenhilfe" die Welt zu retten. Doch die Aktion dürfte eine wertvolle Hilfe für ältere Menschen sein.
  • Natürlich hat die evangelische Kirchengemeinde Ratingen nicht den Anspruch, mit ihrer "Tütenhilfe" die Welt zu retten. Doch die Aktion dürfte eine wertvolle Hilfe für ältere Menschen sein.
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Die evangelische Kirchengemeinde Ratingen hat am Donnerstag, 19. März, ihre Aktion "Tütenhilfe" gestartet. Sie richtet sich vor allem an ältere Menschen, die keine Angehörigen haben und wegen der Corona-Ansteckungsgefahr das Haus nicht verlassen können. Die evangelischen Kirchengemeinden Lintorf-Angermund und Ratingen-Hösel haben ähnliche Aktionen ins Leben gerufen. 

Die Idee zur Tütenhilfe hatten Ratinger Gemeindemitglieder. Ausschlaggebend war die Initiative einer Konfirmandenmutter. Ihre Töchter wollten älteren Menschen helfen. An der Friedenskirche hat sich darum ein Team gefunden, das schnell und pragmatisch organisiert hat, was man braucht: Leute, Technik, Material und Abstimmung mit dem Ordnungsamt. Die Tütenhilfe ist jetzt startklar. Mit dabei sind am Anfang Ratingen Mitte, Süd, West und Tiefenbroich.

Und so funktioniert es: Wer ohne Unterstützung ist ruft das Tütentelefon (02102/843317) an. Dort meldet sich ein Anrufbeantworter. Man hinterlässt dort seine Daten, vor allem die Telefonnummer und den Namen. Man kann auch eine E-Mail an tuetenhilfe.ratingen@ekir.de schreiben. Die Tütenhilfe ruft dann zurück und klärt alles weitere. Jugendliche und erwachsene Ehrenamtliche erledigen den Einkauf. Sie sind der Kirchengemeinde seit Jahren bekannt und weisen sich der Türe aus. Über mögliche Ansteckungsgefahren dabei wurde mit dem Ordnungsamt gesprochen, das kein erhöhtes Risiko sieht. Es gibt nur den kurzen Kontakt an der Tür, bei dem alle Abstand voneinander halten.

Die Kirche ist da und hilft

„Kirche ist da“, sagt Pfarrer Thomas Gerhold. Viele Einrichtungen, auch der Kirche, schließen im Moment. Andrea Laumen, Werner Geschwandtner und Katharina Radimersky, die in den Stadtteilen die Tütenhilfe organisieren und Ehrenamtliche ansprechen, ergänzen: „Unsere Gemeinde hält den Kontakt. Sie hilft denen, die im Moment besonders Unterstützung brauchen“.

Unterstützung in Lintorf und Angermund

Mitarbeiter und Gemeindemitglieder kaufen in der evangelischen Kirchengemeinde Lintorf-Angermund für Senioren ein und erledigen weitere kleinere Besorgungen für Menschen, nicht aus dem Haus kommen. Zur Sicherheit wird das Ganze vom Aktivtreff 60plus in Lintorf und vom Café.komm in Angermund koordiniert. Mit den „Kunden“ wird eine Uhrzeit verabredet und sie erfahren auch den Namen der Person, die ihnen helfen kommt, um Betrug und Missbrauch vorzubeugen. Kontakt in Lintorf: Telefon 0151/41453892 oder 02102/31611; Kontakt in Angermund: Telefon 0178/7415599.

Hilfe auch in Hösel

Apothekenbesuche, Rezepteinlösungen, Einkäufe und Besorgungen - bei diesen normalerweise alltäglichen Aufgaben bekommen ältere Menschen auch in Hösel jetzt Unterstützung. Die evangelische Kirchengemeinde hat eine Hilfe-Nummer für Menschen eingerichtet, die Unterstützung bei Einkäufen oder vergleichbaren Dingen suchen. Die Telefonnummer lautet: 02102/3949973. Eine Kontaktaufnahme über E-Mail ist ebenfalls möglich: kgmhoesel+hilfe@gmail.com

„Mir ist es sehr wichtig, dass wir als Kirchengemeinde nun besonders denen helfen, die uns brauchen.“, sagt die Freiwillige Svenja Meurer, 22 Jahre alt, aus der evangelischen Jugend in Hösel.
Diakon und Jugendleiter Bernd Rohr ergänzt: „Mit dieser Aktion unterstützen wir insbesondere diejenigen, die besonders vor dem Coronavirus geschützt werden sollten. Sie wird daher, soweit es möglich ist, mit besonderem Abstand, Sorgfalt und Zuverlässigkeit ermöglicht.“

Autor:

Martin Poche aus Düsseldorf

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