Ratinger Arzt war auf den Philippinen
German Doc wieder daheim

Die Mangyanen warten immer auf das Ärzteteam und die Rolling Clinic - und wenn zu viel gekocht wurde, was immer der Fall war, bekamen die Kinder die Reste der Mahlzeiten.  | Foto: Wolters
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  • Die Mangyanen warten immer auf das Ärzteteam und die Rolling Clinic - und wenn zu viel gekocht wurde, was immer der Fall war, bekamen die Kinder die Reste der Mahlzeiten.
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Im Rahmen einer Mission der NGO German Doctors begab sich der Ratinger Klaus Peter Wolters auf die Reise. Auf den Philippinen wurde er als erster Arzt nach langer Corona-Pause auf die Insel Mindoro geschickt - um medizinisch zu helfen. Insbesondere von den schlechten Behausungen der Mangyanen, der Armut der Patienten und von den damit einhergehenden Krankheiten war der Ratinger Arzt sehr betroffen.

Der mangelnde Zugang zu frischem Wasser - obwohl da alles grünt und es viel regnet - und die fehlenden Abwasserableitungen bringen viele Haut- und Durchfallerkrankungen mit sich, erklärt der Doc die Begleitumstände in den Bergdörfern: "Die schlechte Ernährungslage, insbesondere auch der kleinen Kinder, ist prädestinierend für Infektionskrankheiten, Bronchitis und Lungenentzündungen und Tuberkulose."
Insgesamt war es viel Arbeit in den sechs Wochen, die aber gut zu schaffen war, berichtet der Rentner. Über 900 Patienten konnte er in dieser Zeit helfen. Die Hitze bereitete ihm keine Schwierigkeiten, wie er es eigentlich befürchtet hatte. Und der Plan, innerhalb der sechs Wochen immer wieder mit der Rolling Clinic wiederholend die gleichen Dörfer anzufahren, ging auch auf - Mission geglückt kann man dazu nur sagen.

Kinder sind derart unterernährt, dass sie aufgepäppelt werden müssen, allerdings fern der Mutter. | Foto: Wolters
  • Kinder sind derart unterernährt, dass sie aufgepäppelt werden müssen, allerdings fern der Mutter.
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Im Team waren immer Fahrer, Krankenschwester und Übersetzer. Manchmal, wenn es nachts geregnet hatte, hätte es schon mal bei Flussquerungen Wartezeiten bis zu einer Stunde gegeben, berichtet Wolters. Man hätte abwarten müssen, bis sich der Wasserspiegel absenkte. Da nutzte auch kein Allrad.

Kinder waren unterernährt

Sorgen bereiteten die Kinder, mindestens zehn waren unterernährt. Ein einjähriges Kind beispielsweise wog nur 5,6 Kilogramm. Das musste zum Aufpäppeln in eine Foundation gebracht werden. Das Problem: Es war dann weg von der Mutter. Doch nach einem Monat habe es schon anderthalb Kilogramm mehr gewogen, so der German Doc.
"Es ist wichtig, dass jetzt wieder regelmäßig jemand vor Ort ist und die Behandlungen vornehmen kann", fasst der Ratinger Arzt zusammen. Die Einsätze bis Mitte nächsten Jahres seien bereits verteilt, so dass den Menschen auf Mindoro immer geholfen werde. Wolters selbst plant wahrscheinlich auch noch einen Einsatz, dann aber in einem anderen Land oder einem anderen Bereich. Man kann nur viel Erfolg wünschen.

Projektinfos: https://www.german-doctors.de/projekte-entdecken/mindoro

Autor:

Harald Landgraf aus Dinslaken

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