Besuch der Partnerstadt Wuxi
Bürgermeister Klaus Pesch macht in China Werbung für Ratingen

Anstrengende, aber auch informative und nutzbringende Tage in China hat Bürgermeister Klaus Pesch hinter sich. Gemeinsam mit Frank Licht, Leiter des Amtes für Kommunale Dienste, stattete er der Partnerstadt Wuxi einen Besuch ab. Regelmäßig lädt die Millionenmetropole im Großraum Shanghai ihre mehr als 30 Partnerstädte aus aller Welt zu einem gemeinsamen thematischen Forum ein. Diesmal ging es um umweltgerechte Stadtentwicklung, was zurzeit in China ein großes Thema ist. Pesch und Licht erläuterten, wie Ratingen vor 40 Jahren ein neues Stadtviertel am Reißbrett entwickelt und gebaut hat (Ratingen-West) und dabei, seiner Zeit weit voraus, großzügig Grünflächen angelegt hat.

Nach Jahren, in denen China eine unglaubliche Entwicklung genommen und dabei auf Umweltschutz wenig Rücksicht genommen hat, denkt man im Reich der Mitte längst um. „In Wuxi ist vor einigen Jahren der große See, an dem die Stadt liegt, umgekippt. Das war die Initialzündung für eine nachhaltige Stadtplanung“, berichtete Pesch gestern im Gespräch mit der Wochenblatt-Redaktion. Es sei beeindruckend, mit welcher Dynamik China dabei vorgehe und mit welcher Intensität internationale Kontakte geknüpft werden – einerseits um Handelsbeziehungen aufzubauen, andererseits um Wissen zu transferieren. „Die Entwicklung ist schlichtweg atemberaubend“, sagte Pesch, der gegenüber seinem letzten Besuch vor sechs Jahren enorme Veränderungen feststellen konnte. Gab man vorher Gas beim reinen Wachstum, will man nun nichts weniger als eine umweltgerechte Vorzeigestadt werden.

"Die Entwicklung ist schlichtweg atemberaubend"

Die Dynamik Chinas nutzt auch das Ratinger Maschinenbauunternehmen Tünkers, das in Shanghai ihr wohl wichtigstes Standbein im Ausland hält. Pesch traf sich in dem chinesischen Werk mit Geschäftsführer André Tünkers.
Wenn man von Shanghai gut 100 Kilometer nach Westen fährt, ist man in Wuxi, mit dessen Stadtbezirk Huishan Ratingen streng genommen die Partnerschaft unterhält. Und noch einmal 200 Kilometer weiter liegt Nanjing, ebenfalls eine Millionenstadt, in der vor allem IT eine wichtige Rolle spielt.
Jedenfalls in dem Wolkenkratzerkomplex, den Klaus Pesch auf Vermittlung eines chinesischen Partners aus Düsseldorf besuchte. Vor gut 30 aufstrebenden Unternehmern aus diesem Silicon Valley Chinas konnte der Bürgermeister die Vorzüge Ratingens als Unternehmensstandort darlegen. „Das Interesse war groß“, sagte er. Zwei Punkte hätten die Jungunternehmer besonders beeindruckt: die enorm schnellen Verbindungen über Straße, Schiene und Luft sowie die hohe Lebensqualität. Denn diese weichen Faktoren eines Wirtschaftsstandortes, hat Pesch festgestellt, spielen auch in China eine immer wichtigere Rolle.
Gute Karten also für Ratingen, falls einer dieser Unternehmer demnächst eine Niederlassung in Deutschland einrichtet.

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