Das Figaro-Haus in Wien

Mozarts Wohnhaus,das sogenannte "Figarohaus"
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Eine der vielen Sehenswürdigkeiten der Musikstadt Wien ist das sogenannte "Figarohaus" in der Domgasse Nr. 5,gleich hinter dem weltberühmten Stephansdom.

Dieses fast 300 Jahre alte Wiener Wohnhaus beherbergte einst den wohl berühmtesten Musiker aller Zeiten.WOLFGANG AMADEUS MOZART.

Der in Salzburg geborene Mozart war schon als kleiner Junge ein musikalisches Genie.Zusammen mit seinem Vater,der auch sein Lehrer war,bereiste er als Wunderkind ganz Europa und gab in Adelshäusern und an Fürstenhöfen Konzerte.

Seine erste feste Anstellung erhielt er dann beim Erzbischof von Salzburg.In dieser Stellung fühlte er sich jedoch schon bald nicht mehr wohl und schöpferisch eingeengt.Er kündigte diese sichere Stellung in Salzburg und zog mit seiner Frau Konstanze als erster "freier" Künstler nach Wien.

In den 10 Jahren,die Mozart in Wien lebte,ist er insgesamt 13 mal umgezogen.
Wie viele andere Künstler auch konnte er nicht mit Geld umgehen,lebte oft über seine Verhältnisse und gab alles was er verdient hatte auch gleich wieder aus.

So wie seine derzeitigen finanziellen Verhältnisse waren,so luxuriös oder ärmlich sah dann auch die Wohnung der Mozarts aus.

Bei der Wohnung in der Domgasse handelt es sich um die teuerste Wohnung,die Mozart jemals hatte.Und es ist auch die einzige seiner Wiener Wohnungen,die bis heute erhalten geblieben ist.
In dieser Wohnung,die aus vier Zimmern,zwei Kabinetten und einer Küche besteht,wohnte Mozart von September 1784 bis April 1787.
Und in diesem Haus komponierte er während dieser zweieinhalb Jahre eine seiner bekanntesten Opern:"Le nozze di Figaro" (Figaros Hochzeit).

Seit über 60 Jahren ist die Wohnung für Besucher zugänglich und es ist ein erhebendes Gefühl diesen Ort zu betreten wo sich zeitweise die berühmtesten Komponisten Europas aufgehalten haben,z.B.Beethoven,der bei Mozart Unterricht nahm oder Mozarts Freund Joseph Haydn - sie alle sind durch diese Haustür gegangen.

Leider ist die Wohnung nicht mehr möbliert,denn Möbel aus dem Besitz des Komponisten sind ebenso wenig erhalten wie genaue Beschreibungen der Räume und ihrer damaligen Funktion.
Daher ist also die Vorstellungskraft der Besucher gefordert.Allerdings hat sich das Umfeld des Figarohauses bis heute kaum verändert.
Wenn man aus den Fenstern der 1.Etage in die Blutgasse blickt,so bietet sich einem fast derselbe Anblick,der sich Mozart schon vor über 200 Jahren bot.

Heute befindet sich in der Wohnung und in den beiden darüber liegenden Etagen ein Museum,das über den Komponisten,seine Musik und seine Zeit in Wien informiert.
Das Haus wurde vor einigen Jahren von Grund auf saniert und ist jetzt für Besucher ganzjährig geöffnet.

INFOS :
Figarohaus Wien
Domgasse Nr. 5
täglich geöffnet von 10 bis 19 Uhr
Eintritt: 10.-- €

Autor:

Klaus Gerlach aus Recklinghausen

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