Ruhrfestspiele: Martin Brambach und Christine Sommer lesen
Erich Kästners "Der Gang vor die Hunde" - pornografisch und hochpolitisch

Christine Sommer und Martin Brambach sind nicht nur ein Paar, sie ergänzen sich auch als Kollegen ausgezeichnet.
  • Christine Sommer und Martin Brambach sind nicht nur ein Paar, sie ergänzen sich auch als Kollegen ausgezeichnet.
  • Foto: Guido Schröder
  • hochgeladen von Kerstin Halstenbach

Martin Brambach und Christine Sommer „gehen vor die Hunde“ - natürlich bei den Ruhrfestspielen Recklinghausen.

Am 6., 7. und 8. Juni, jeweils um 20 Uhr im Festspielzelt, wagt das erfolgreiche Schauspiel-Paar in einer szenischen Lesung den „Gang vor die Hunde“ nach Erich Kästners autobiografischem Großstadtroman. Gemeinsam mit dem Christian Hammer Trio und Jürgen Hartmann entführen sie das Publikum in eine verrückte Welt, die oft erschreckend aktuell wirkt.
So entsteht eine szenische Lesung mit Musik der Zeit, eine Tour de Force durch die frühen 1930er Jahre: ausschweifend, pornografisch, dekadent und hochpolitisch. Martin Brambach und Christine Sommer sind bei den Vorbereitungen auf das Stück leidenschaftlich dabei: „Endlich mal wieder mit Literatur zu tun zu haben und nicht mit profanen Drehbuchtexten, die nur versuchen, die Wirklichkeit zu simulieren, ist herrlich!“, so die beiden.

Autobiografischer Großstadtroman

„Der Gang vor die Hunde“ sollte er eigentlich heißen, Kästners autobiografischer Großstadtroman. Veröffentlicht wurde er erstmals 1931 in zensierter Fassung unter dem Titel „Fabian. Die Geschichte eines Moralisten“. Erst 2013 erschien das Werk in ungekürzter Version. „Der Gang vor die Hunde“ ist eine Erzählung um Sehnsucht und Suizid, gekaufte und verkaufte Liebe, um das unmoralische Berlin der 1930er Jahre und den zärtlichen Moloch der Moderne.
Millionen von Zuschauern kennen Martin Brambach als Kommissariatsleiter aus dem "Tatort Dresden". Auch in vielen anderen TV-Produktionen sorgt er für Furore und brilliert bei nationalen und internationalen Kino-Produktionen: Ob in "Good Bye, Lenin!", "Das Leben der Anderen" oder "Die Fälscher"-
Martin Brambach gehört zu einem der gefragtesten deutschen Charakter-Darstellern und gewann zahlreiche Preise für seine schauspielerischen Leistungen.
Auch die gebürtige Wienerin Christine Sommer überzeugt in Produktionen wie "Lifelines", "Der Lehrer", "Frau Temme sucht das Glück" und "Kesslers Knigge". Sie ist große Literaturliebhaberin und tourt mit ihren Lesungen durch die Republik. Von Bukowski über „Love Letters“ bis hin zu erotischen Rezepten hinterlässt sie immer spannende Eindrücke.
Aufführungen im Theaterzelt im Stadtgarten am Ruhrfestspielhaus Recklinghausen.
Karten-Infos unter 02361/ 92 18 0

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