Fringe Festival 2014: Faust in the Box - Standing Ovations für Bridge Markland

Bridge Markland spielt mit Puppen - und Goethes "Faust", zu sehen beim Fringe Festvial 2014 in Recklinghausen bei den Ruhrfestspielen.
  • Bridge Markland spielt mit Puppen - und Goethes "Faust", zu sehen beim Fringe Festvial 2014 in Recklinghausen bei den Ruhrfestspielen.
  • Foto: Dirk Holtkamp-Endemann
  • hochgeladen von Kerstin Halstenbach

Zehn Jahre Fringe Festival bei den Ruhrfestspielen Recklinghausen: Ich hab' viel, aber natürlich nicht alles gesehen. Aber am Dienstag habe ich es erstmals bei einer Fringe Vorstellung erlebt, dass die Zuschauer stehend applaudierten.

Standing Ovations gab es für eine freche und dabei respektvolle, komische und erstaunlich klamaukfreie Faust-Performance von Bridge Markland im Ratskeller Recklinghausen. Diese Produktion muss man gesehen (und gehört) haben.

Mit Musik spielen ja viele Künstler, aber was Bridge Markland macht, ist einzigartig. Liedfetzen von Madonna, Robbie Williams, Ideal und Rammstein verbinden sich auf geniale Weise mit Mephisto, Faust und Gretchen. Bridge ist ein verführerischer Mephisto und zeugleich ein Mitleid erregendes Gretchen, ihr Puppenspiel von teuflischer Brillanz.

"Faust in the Box" ist noch bis 6. Juni um 18 Uhr sowie am Samstag, 7. Juni, um 17 Uhr beim Fringe Festival im Rahmen der Ruhrfestspiele 2014 im Recklinghäuser Ratskeller zu erleben. Karten gibt es an der Abendkasse oder können unter 02361/ 92 180 reserviert werden.

Und das war die Vorankündigung:

Unvergessen die Performance von "The Bridge", zu sehen in einer Show von Jürgen von der Lippe: Als leichtgeschürzter Vamp mit roter Wallemähne zieht sie völlig blank, wird ein androgyens Wesen, um sich dann in einen Macho im Anzug zu verwandeln. Als Mirko dient ein Sexspielzeug bei der Kurz-Show "Die schönste Frau der Welt."
Die Berliner Künstlerin hat sich nichts Geringenes als Goethes "Faust" vorgenommen und erzählt die Story um den wüsten Gelehrten, der seine Seele dem Teufel verkauft und das arme Gretchen ins Unglück stürzt, natürlich g a n z anders. Voller Körpereinsatz, eine krasse Musikauswahl (von Metallica über Fredddy Quinn bis Robbie Wllliams) und Handpuppen sind bei dieser Faust-Interpretation die Mittel ihrer Wahl. "Faust in the Box" ist für Menschen gemacht, für die Theater nicht frech, mutig und bizarr sein darf, sondern muss.

Autor:

Kerstin Halstenbach aus Recklinghausen

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