Ruhrfestspiele meets Namibia
OWELA - bedingungsloses Grundeinkommen führt nicht zur "Verfaulung" der Gesellschaft

Die Halle König Ludwig 1/2 an der Alten Grenzstraße 153 in Recklinghausen ist ein wunderbares Beispiel für Industriekultur.
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  • Foto: Ruhrfestspiele
  • hochgeladen von Kerstin Halstenbach

Die Halle König Ludwig 1/2  in Recklinghausen ist wieder einmal Schauplatz eines besonderen Projekts der Ruhrfestspiele: Erstmals wird hier ein Stück gezeigt, das in Zusammenarbeit mit Künstlern aus Windhoek in Namibia entsteht: "OWELA".
Es geht um die Zukunft der Arbeit. Während in Europa die Angst vor der Digitalisierung und Verlust von Arbeit herrscht, werden auf dem afrikanischen Kontinent Modelle erprobt, die andere Beschäftigung und Einkommen entwickeln. Bereits 2008 machte das Dorf Omitara  in Namibia Schlagzeilen, als hier zum ersten Mal das bedingungslose Grundeinkommen ausgezahlt wurde. Entgegen der Vermutung viele Kritiker des bedingungslosen Grundeinkommens, die eine "Verfaulung" der Gesellschaft befürchten, hat sich die wirtschaftliche Lage in Omitara  durch das bedingungslose Grundeinkommen verbessert.
Was bedeutet uns Arbeit heute und in Zukunft?  Das Kaleni Kollectiv stellt die Frage nach der Zukunft der Arbeit und eröffnet einen Raum für eigenständige Perspektiven zwischen Namibia und Deutschland, die sich nicht an den bisherigen westlichen, materialistisch-kapitalistischen Ökonomien orientieren. Im Wissen um den komplexen und gewaltvollen kolonialen Hintergrund versuchen die acht Künstler und Künstlerinnen, sich auf die Suche nach einer gemeinsamen Utopie zu begeben. Es wird getanzt, gespielt und erzählt. 

Aufführungen in Recklinghausen:
Halle König Ludwig 1/2, Alte Grenzstraße 153, Recklinghausen.
Mittwoch, 8. Mai, 20 Uhr
Donnerstag, 9. Mai, 18 Uhr
Freitag, 10. Mai,  20 Uhr
Samstag, 11. Mai,  20 Uhr
Sonntag, 12. Mai,  16 Uhr

Karten: 02361/ 92 18 0

Aufführungen in Windhoek (Namibia). 4.-9. Juni

Autor:

Kerstin Halstenbach aus Recklinghausen

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