Umfangreiche Ersatzpflanzungen in Recklinghausen
Wo einst Traber unterwegs waren, entsteht "Wohnen am Wasser"

Insgesamt 11,25 Hektar Wald gleichen künftig den 7,5 Hektar großen Forst- und Baumbestand auf dem ehemaligen Gelände der Trabrennbahn aus.
  • Insgesamt 11,25 Hektar Wald gleichen künftig den 7,5 Hektar großen Forst- und Baumbestand auf dem ehemaligen Gelände der Trabrennbahn aus.
  • Foto: Stadt RE
  • hochgeladen von Ingrid Lücke

Die Arbeiten auf dem Gelände der ehemaligen Trabrennbahn zur Umwandlung durch die Stadtentwicklungsgesellschaft Recklinghausen (SER) in ein modernes Wohnquartier schreiten weiter voran. Insgesamt 11,25 Hektar (ha) Wald gleichen künftig den 7,5 ha großen Forst- und Baumbestand aus, dessen Rodung aufgrund des kampfmittelbeeinflussten Geländes sowie der weiteren Entwicklung unumgänglich war. Vor allem grün soll es in Zukunft im Recklinghäuser Stadtgebiet werden, deshalb beginnen jetzt in zwei Zeitabschnitten die Arbeiten zu einer umfangreichen Ersatzaufforstung – immer in Abstimmung mit dem zuständigen Landesbetrieb Wald und Holz.
Los geht es Ende März mit 6,6 ha Wald verteilt auf zehn Ersatzaufforstungsflächen im Recklinghäuser Stadtgebiet, unter anderem im Bereich der Mollbecke, des Lohwäldchens und der Brandheide.
Auch die restlichen 4,65 ha Baumbestand erfolgen zeitnah, entsprechend der Flächen-Verfügbarkeit. Für die Aufforstung im Bereich der Brandheide müssen circa 21 Pappeln gefällt werden, deren Stand- und Bruchsicherheit nicht mehr gewährleistet sind. Die Bäume sind zudem zum Teil von Starkastausbrüchen vergangener Stürme gezeichnet und würden durch weitere Forstarbeiten die Voraussetzungen für die jungen Bäume gleich nach der Waldbegrünung stark gefährden.

Klimaangepasste Aufforstung

Die neuen Waldflächen, die entstehen, zeichnen sich durch eine hohe Klimaresilienz (Widerstandfähigkeit gegen die Auswirkung des Klimawandels) aus. Das bedeutet, dass die Bestände den veränderten klimatischen Bedingungen besser begegnen können, die der Klimawandel bereits verursacht hat. Dies geschieht durch eine große Durchmischung verschiedener Baumarten, einem großen Anteil an eher wärme- und trockenheitsverträglichen Sorten sowie der Pflanzung möglichst junger Exemplare. Insgesamt werden circa 41.000 Ersatzpflanzungen vorgenommen.
Die Zusammensetzung der Arten unterscheidet sich durch die Lage der Flächen im Stadtgebiet. So kommt es in den Kernbereichen der Ausgleichsflächen zu einer unterschiedlichen Zusammensetzung aus Rotbuchen, Stieleichen, Traubeneichen, Edelkastanien, Hainbuchen, Winterlinden, Spitzahorn, Schwarznuss, Vogelkirsche und Baumhasel. In den Randbereichen erfolgt eine Zusammensetzung aus Haselnuss, Schwarzdorn, Pfaffenhütchen, Wildbirne, Holzapfel, Eberesche, Feldahorn und Roter Hartriegel.

Separation qualitativ hochwertiger Höhlenbäume

Im Rahmen der Rodungsarbeiten auf dem Gelände der ehemaligen Trabrennbahn wurden außerdem qualitativ hochwertige Höhlenbäume separiert, deren Baumstämme zu sogenannten Totholzpyramiden zusammengestellt werden, die als Nist- und Winterquartiere für höhlenbewohnende Vogel- und Fledermausarten dienen. Darüber hinaus erfüllt die Stadt nicht nur die formalen Aufforstungsmaßnahmen, sondern plant künftig auch umfangreiche Baumpflanzungen im Bereich der Erschließungsstraßen, entlang der Seepromenade sowie in den Grün- und Freianlagen und auf dem Lärmschutzwall des neuen Wohnquartiers auf der Trabrennbahn. Insgesamt sollen hier rund 700 neue Bäume gepflanzt werden.

Projekt "Wohnen am Wasser"

  • Auf dem seit langer Zeit brachliegenden Gelände der Trabrennbahn soll ein nachhaltiges und zukunftsfähiges Wohnquartier mit Vorbildcharakter entstehen. Eckpfeiler des Konzepts sind dabei Klimaschutz- und Klimaanpassungsaspekte, eine innovative Energieversorgung, alternative Mobilitätskonzepte, die Anlage großzügiger Grün- und Freiflächen mit vielfältigen Spiel- und Aufenthaltsangeboten, eine Durchmischung diverser qualitativ hochwertiger Wohn- und Lebensformen zur Schaffung eines lebendigen Stadtteils, die Ansiedlung zentraler Versorgungseinrichtungen sowie die Verknüpfung zum Bestandsquartier Hillerheide zur Begünstigung eines Stadtteils der kurzen Wege. Als besonderes Highlight soll im Zentrum der Fläche ein See in Größe des Rennbahnovals entstehen.
  • Umfassende Informationen gibt es unter https://www.recklinghausen.de/inhalte/startseite/leben_wohnen/stadtentwicklung_und_stadtplanung/trabrennbahn/index.asp und unter https://www.isek-hillerheide.de/
Autor:

Lokalkompass Recklinghausen aus Recklinghausen

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