Kommunalwahlen 2020 in Recklinghausen
Alle Bürgermeister-Kandidaten auf einen Blick - Infos zur Wahl

Bürgermeister, Stadtrat, Kreistag, Landrat und Ruihrparlament werden 2020 gewählt. Pro Zettel nur ein Kreuz! Die Briefwahklfrist endet am Freitag, 11.9.2020.
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  • Bürgermeister, Stadtrat, Kreistag, Landrat und Ruihrparlament werden 2020 gewählt. Pro Zettel nur ein Kreuz! Die Briefwahklfrist endet am Freitag, 11.9.2020.
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Wer zieht ins Recklinghäuser Stadtparlament ein? Wer wird Bürgermeister oder Bürgermeisterin von Recklinghausen?
Das haben am Sonntag, 13. August, Recklinghäuser zu entscheiden, die Deutsche oder EU-Bürger sind, das 16. Lebensjahr vollendet haben und mindestens seit dem 16. Tag vor der Wahl in Recklinghausen ihre Hauptwohnung haben.
Aktuell regiert Christoph Tesche (CDU) dank einer „Jamaika-Koalition“, also Schwarz-Gelb-Grün. Dazu gehört die FDP, die auf einen eigenen Bürgermeisterkandidaten verzichtet hat.
Sieben Männer und Frauen wollen Bürgermeister beziehungsweise Bürgermeisterin werden. Christoph Tesche (CDU) tritt als Kandidat an und möchte für weitere fünf Jahre Bürgermeister von Recklinghausen bleiben. Andreas Becker (SPD) war für Recklinghausen seit 2005 Abgeordneter im NRW-Landtag und holte jeweils Direktmandate. Wie Becker tritt auch Thorben Terwort (GRÜNE) erstmals als Bürgermeisterkandidat an. Claudia Ludwig (UBP) möchte Bürgermeisterin werden. Sie ist Jahren politisch aktiv. Erich Burmeister (DIE LINKE) besitzt ebenfalls langjährige politische Erfahrung, auf Stadt-und Kreisebene. Sascha Menkhaus (AfD) stellt sich erstmals zur Wahl. Irina Oberpichler (Die PARTEI) komplettiert die Bewerberrunde der Bürgermeisterkandidaten.
Der Stadtspiegel hat alle sieben Kandidaten und Kandidatinnen kontaktiert, um die Zusendung eines Fotos und die (kurze) Antwort auf folgende Frage gebeten:

"Was möchten Sie für Recklinghausen positiv bewirken?"

Die Redaktion hat sich das Recht auf Kürzungen vorgehalten.

Christoph Tesche (CDU)

"Mein Ziel ist es, die Position Recklinghausens als das Zentrum für Handel, Dienstleistung, Bildung und Kultur im Kreis Recklinghausen weiter auszubauen. Dazu ist es wichtig, in der Altstadt mit Handel, Gastronomie und Immobilienbesitzern, aber auch in den Stadtteilen, für noch mehr Aufenthaltsqualität und Ambiente zu sorgen. Ich werde dafür sorgen, dass unser Klimaschutzkonzept konsequent umgesetzt wird."

Andreas Becker (SPD)

"Ich werde mich besonders für eine bessere Mobilität einsetzen, indem der Radverkehr mit einer attraktiven und sicheren Radinfrastruktur gestärkt und der Umstieg auf Bus und Bahn mit mehr und besseren Angeboten sowie deren einfachen Nutzung erleichtert wird. Außerdem: Den CO2-Ausstoß möchte ich durch Förderung neuer, innovativer Antriebsformen und verbesserter Nutzung der Digitalisierung reduzieren. Darüber hinaus werde ich mich für starke Stadtteile einsetzen und eine Offensive für mehr Wohnraum und neue Wohnformen starten, damit sich alle immer und überall Zuhause fühlen können."

Thorben Terwort (Bündnis90/Die Grünen)

"Ich möchte Recklinghausen zu einem Ort machen, der für alle Alters- und Sozialgruppen gleich da ist. Die Themen Sozial- und Klimaschutz dürfen nicht länger gegeneinander ausgespielt werden, denn sie bauen aufeinander auf. Daher müssen Klimaschutz und Sozialpolitik endlich in Einklang gebracht werden. Recklinghausen soll der Ort werden, in dem sich alle wohl und zuhause fühlen."

Claudia Ludwig (UBP)

"Die Innenstadt verödet immer mehr, die Straßen sind zum Teil in einem katastrophalen Zustand, den Kitas und Schulen fehlt es an einer guten Ausstattung, das Sicherheitsgefühl der Menschen leidet mehr und mehr und die Stadtkasse ist nicht nur leer, sondern wir haben einen enormen Schuldenberg angehäuft. Als Bürgermeisterin werde ich 100 Prozent meiner Kraft für meine Heimatstadt einbringen und dafür sorgen, dass die oben genannten Zustände beendet werden. Ein gutes Radwegenetz, kostenfreies Busfahren in Recklinghausen, Wirtschaft und Umwelt miteinander verbinden, eine moderne Stadtverwaltung sowie ein gesellschaftliches Miteinander sind wichtig."

Irina Oberpichler (Die Partei)

"Als positiv würde ich es sehen, wenn wir einen besseren ÖPNV haben, mehr Natur- Klimaschutz. Keine Menschen mehr ohne festen Wohnsitz. Jeder sollte beziehungsweise muss die Chance auf ein Zuhause haben. Schutz ist kein Privileg, es ist ein Recht, diesen zu haben. Dafür will ich mich grundsätzlich einsetzen, egal, ob ich Bürgermeisterin werde oder nicht."

Erich Burmeister (Die Linke)

"In Recklinghausen-Süd gibt es die meisten Hartz IV-Empfänger und die meisten Kinder, die in Armut leben. Alle kommenden Maßnahmen in der Zukunft sollten geprüft werden, ob diese dem Gemeinwohl dienen. In Recklinghausen fehlen hunderte von bezahlbare Wohnungen. Die städtische Wohnungsgesellschaft muss gestärkt werden. Nationalismus, Ausländerfeindlichkeit, Rassismus, Hass und Hetze dürfen in unserer Stadt keinen Platz finden. Die Linke fordert eigene Stadtwerke für Recklinghausen und den Einstieg in die Energieerzeugung."

Sascha Menkhaus (AfD)

"Die „Altschulden“ von SPD und CDU sind auch für uns hier in der Stadt drückend. Ich möchte mich zunächst darum kümmern, dass jeder wieder sicher und ohne Angst zu jeder Tageszeit durch die Straßen und Parks gehen kann, ohne Schlimmes befürchten zu müssen. Straßenbau und vor allem -instandhaltung sind ein weiteres wichtiges Problemfeld. Wir brauchen innovative Infrastrukturprojekte für die Zukunft. Ich will den Bürger, soweit es geht, in die Entscheidungsfindung über wichtige Themen einbinden."

Infos zur Wahl auf einen Blick

In den Recklinghäuser Stadtrat werden 26 Direktkandidaten mit einfacher Mehrheit und 26 Listenkandidaten über den Stimmenanteil der einzelnen Parteien an den stadtweit gültig abgegebenen Stimmen gewählt. Wahlleiter ist der Erste Beigeordnete Ekkehard Grunwald. Das Briefwahlbüro im Stadthaus A ist nur noch bis Freitag geöffnet!

Stadtrat, Kreistag, Landrat, Ruhrparlament

Bei den Kommunalwahlen 2020 werden die wahlberechtigten Bürgerinnen und Bürger im Kreis Recklinghausen mehrfach um ihre Meinung gebeten: Sie entscheiden, wer Landrat wird und in den Kreistag einziehen kann. Sie entscheiden, wer Bürgermeisterin oder Bürgermeister ihrer Stadt wird und das Ticket für den Rat ihrer Stadt erhält. Sie entscheiden in einigen Kommunen, wer einen Sitz im Integrationsrat erhalten soll. Und sie wählen direkt, welche politischen Vertreter oder Vertreterinnen einen Sitz im Ruhrparlament ergattert.
Gewählt wird am Sonntag, 13. September. Die Wahllokale (stehen auf der Wahlbenachrichtigung, die jeder Wahlberechtigte zugeschickt wurde) sind von 8 bis 18 Uhr geöffnet. Bei der Wahlbenachrichtigung steht auch, wie man Briefwahl schriftlich oder online beantragen kann.
Die Kommunalwahlen finden als "verbundene" Wahlen auf Gemeinde- und Kreisebene statt.
Bei der Gemeinderats- und der Kreistagswahl werden die Hälfte der Vertreter und Vertreterinnen in Wahlbezirken und die übrigen nach Listen für das Wahlgebiet (Gemeinde beziehungsweise Kreis) gewählt. Jeder Wähler und jede Wählerin hat für die Gemeinderats- und die Kreistagswahl je eine Stimme.

Stichwahl-Termin: 27. September

Mit ihr wählt er oder sie den Wahlbezirksbewerber beziehungsweise die Wahlbezirksbewerberin und gleichzeitig die Reserveliste derjenigen Partei oder Wählergruppe, für die der Bewerber aufgestellt ist. Als Landrat oder Bürgermeister beziehungsweise Bürgermeisterin ist gewählt, wer mehr als die Hälfte der gültigen Stimmen erhalten hat.
Gibt es nur einen zugelassenen Wahlvorschlag, ist der Kandidat oder die Kandidatin gewählt, wenn sich die Mehrheit der Wähler und Wählerinnen für ihn oder sie entschieden hat. Erhält von mehreren Kandidaten keiner mehr als die Hälfte der gültigen Stimmen, findet eine Stichwahl unter den beiden statt, die bei der ersten Wahl die höchsten Stimmenzahlen erhalten haben. Ein Termin für eine mögliche Stichwahl steht auch schon fest: Sonntag, 27. September.
Wahlberechtigte Bürgerinnen und Bürgern in der Metropole Ruhr können am 13. September erstmals die Vertreterinnen und Vertreter in der RVR-Verbandsversammlung, dem Ruhrparlament, direkt wählen. Um den Einzug bewerben sich 21 Parteien und Wählergruppen. Insgesamt bewerben sich mehr als 350 Kandidatinnen und Kandidaten um die 91 Sitze in der neuem RVR-Verbandsversammlung.
Am kommenden Wahlsonntag finden in einigen kreisangehörigen Städten im Vest außerdem die Integrationsratswahlen statt. Weitere Informationen dazu finden Sie auf der jeweiligen städtischen Homepage.

Autor:

Kerstin Halstenbach aus Recklinghausen

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