"Fridays for Future" in Recklinghausen
Rund 1.000 Schüler aus dem Vest demonstrieren für Umweltschutz

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Dieser Freitag ist kein gewöhnlicher Freitag: Weltweit streiken Schülerinnen und Schüler in mehr als 120 Ländern und über 2000 Städten für besseren Klimaschutz und darum, die Welt zu retten. Auch im Vest demonstrierten Jugendliche für die Umwelt: Sie trafen sich zur zentralen Aktion am Recklinghäuser Busbahnhof und marschierten durch die Innenstadt in Richtung Rathaus. Laut Einsatzleitung der Polizei nahmen bis zu 1000 Mädchen und Jungen, erklärt Polizeisprecher Michael Franz auf Nachfrage des Stadtspiegels.

Fotostrecke von Reiner Kruse/ Text von Kerstin Halstenbach

Luise (14) von der Maristen Realschule Recklinghausen demonstrierte aus Überzeugung mit. „Wir haben über die Aktion ,Fridays for Future' im Freundeskreis diskutiert und auch in der Schule. Ich wäre schon bei der Großdemonstration in Köln gerne dabei gewesen.“ Ihr gefiel, das in der Schule offen, konstruktiv und kontrovers über das Thema diskutiert werde.
Auch der 15 Jahre alte Luke, der das Städtische Gymnasium Herten besucht, steht voll hinter der Sache. „Wir haben letzte Woche für diesen Streik heute ein Organisationstreffen gehabt. Es wurde auch viel im Unterricht darüber disktutiert. Einige Lehrer haben deutlich erklärt, dass es sich um Fehlstunden handelt.“ Luke weist daraufhin, dass Schüler und Schülerinnen aller Schulformen aus dem Kreis am Freitag mitmachen. „Aber jede Schule ist anders, manche sind konservativ eingestellt.“
Die streikenden Schüler und Schülerinnen aus dem Vest bekennen sich mit Protestplakten, T-Shirts, Warnwesten und Ansteckern zu ihrer politischen Botschaft. Auch Paula (13) von den Maristen in Recklinghausen, ist voller Überzeugung dabei. „Ich mache mit, weil ich richtig Schiss vor der Zulunft habe, wenn weiterhin so unverantwortlich mit der Umwelt umgegangen wird.“
In Marl, Waltrop und Castrop-Rauxel fanden weitere lokale "Fridays For Future"-Demos statt. Und in Recklinghausen: Hier wird es die größte Aktion mit hunderten Schülern geben. Ab 11 Uhr wollen sie zusammen vom Hauptbahnhof zum Rathaus ziehen. Alles nach dem Vorbild der jungen Schwedin Greta Thunberg. Und alles während der Schulzeit: Dass geschwänzt wird, sorgt für viel Kritik. Die Schüler sagen aber, dass ihre Demos nur so wirklich beachtet werden und über sie berichtet wird. Weltweit wollen heute Schüler und Studierende in mehr als 1.600 Städten auf die Straße gehen.

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