Feuerwehr Kreis Recklinghausen: Einsatzzahlen steigen

Der Rettungsdienst in Recklinghausen wird aufgestockt. Foto: Schell / Feuerwehr RE

Die Einsatzzahlen im Rettungsdienst und Krankentransport steigen seit Jahren stetig - das ist nicht nur ein bundesweiter Trend, sondern auch in Recklinghausen spürbar. Alleine im Zeitraum von 2011 bis 2016 stiegen die Einsatzzahlen der Rettungswagen in Recklinghausen um 2300 Einsätze, die Krankentransportzahlen im selben Zeitraum um 1500 Einsätze. Beachtliche Zahlen, denen der Kreistag nun durch seinen überarbeiteten Rettungsdienstbedarfsplan Rechnung trägt.

Der Kreistag hat in der letzten Sitzung die Fortschreibung des Rettungsdienstbedarfsplans für den Kreis Recklinghausen beschlossen - auch für die Stadt Recklinghausen hat das konkrete Auswirkungen.
Um den gestiegenen Zahlen im Krankentransport Rechnung zu tragen und insbesondere in den Nachtstunden Rettungswagen für Notfälle einsatzbereit zu halten, wird in drei Städten im Vest (Castrop-Rauxel, Marl und Recklinghausen) rund um die Uhr ein zusätzlicher Krankentransportwagen (KTW) vorgehalten. Einer dieser 24-Stunden-KTW wird an der Feuer- und Rettungswache Recklinghausen stationiert. Unberührt davon sind tagsüber unter der Woche in Recklinghausen drei weitere KTW einsatzbereit.

"Durch die Installation eines 24-Stunden-KTW in Recklinghausen werden Notfall-Rettungsmittel auch für Notfälle frei gehalten und nicht mehr so stark durch Krankentransporte belastet. Dies entlastet unsere bereits stark ausgelasteten Rettungsmittel, was wir bereits seit längerem gefordert haben", sagt der Beigeordnete Ekkehard Grunwald.
Da die Auslastung der Rettungswagen (RTW) in Recklinghausen in den letzten Jahren deutlich gestiegen ist und nicht im ausreichenden Maße die so genannte „Hilfsfrist“ von acht Minuten eingehalten werden konnte (76,79 Prozent in 2015), wenn Rettungswagen von fremden Wachen zum Einsatz kommen mussten, gibt es demnächst auch mehr Rettungswagen in Recklinghausen.

Neben den bisherigen insgesamt vier Rettungswagen an der Feuer- und Rettungswache in der Stadtmitte, in Recklinghausen-Süd und Ortloh gibt es demnächst tagsüber zwei weitere Rettungswagen. Je einer wird an der Feuer- und Rettungswache an der Kurt-Schumacher-Allee und einer an der Rettungswache Recklinghausen-Süd am Elisabeth-Krankenhaus stationiert. Bereits seit Oktober gibt es auch nachts einen weiteren Rettungswagen. Um den gestiegenen Einsatzzahlen bei adipösen, also überschweren Patienten gerecht zu werden, wird in Recklinghausen zusätzlich ein spezieller Schwerlast-RTW stationiert.
"Die Umsetzung der nun beschlossenen Maßnahmen wird in Gänze jedoch noch etwas Zeit benötigen. Neben Personal und den erforderlichen Fahrzeugen für die Erweiterung werden erst bauliche Maßnahmen erforderlich sein, um Platz für die Rettungsfahrzeuge zu schaffen", erläutert der Leiter der Feuerwehr, Thorsten Schild. "Auch dies ist im Rettungsdienstbedarfsplan bereits fest gehalten."
Spätestens im Jahr 2022 wird sich der Kreistag erneut mit einer Überprüfung des Rettungsdienstbedarfsplans befassen müssen.

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