Wichtiges Impfen - Zertifikat für Einrichtungen mit einer guten Impfquote

Der Qualitätszirkel "Hygiene in Pflegeeinrichtungen" trifft sich zweimal im Jahr, um die Zusammenarbeit zwischen den Trägern von Pflegeeinrichtungen sowie dem Kreisgesundheitsamt Recklinghausen zu optimieren.
  • Der Qualitätszirkel "Hygiene in Pflegeeinrichtungen" trifft sich zweimal im Jahr, um die Zusammenarbeit zwischen den Trägern von Pflegeeinrichtungen sowie dem Kreisgesundheitsamt Recklinghausen zu optimieren.
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Masern, Grippe, Kinderlähmung, Keuchhusten oder Röteln sind zwar gefährliche Infektionskrankheiten, jedoch gibt es eine wirksame Impfung gegen sie. Für viele Menschen sind sie nur lästige Kinderkrankheiten. Diese können aber einen schwerwiegenden, in manchen Fällen auch tödlichen Verlauf nehmen. Daher ist eine regelmäßige Überprüfung des eigenen Impfstatus sehr wichtig.
Das Gesundheitsamt Kreis Recklinghausen möchte mit einer großen Impfberatungsaktion insbesondere Menschen in Alten- und Pflegeheimen in den Fokus der Aufmerksamkeit rücken.
Dr. Hans-Ulrich Foertsch unterstrich dies beim Qualitätszirkel "Hygiene in Pflegeeinrichtungen" im Kreishaus: "Durch das Impfen übernehmen wir Verantwortung, nicht für uns selbst. Nur so verhindern wir, dass sich keine weiteren Menschen mit Krankheiten anstecken oder Epidemien ausbreiten." Der Mediziner weiter: "Es ist wichtig, dass wir Sie heute informieren und dass Sie dieses Wissen in Ihre Institutionen weitertragen. Sie müssen den Ernst der Situation verstehen, dass Menschen an den Folgen der Krankheiten sterben können. Allein an der Grippe sterben jährlich Tausende."
Ärztin Anika Biel ergänzt: "Jede geimpfte Person senkt das Risiko für eine Erkrankungswelle." Besonderes Augenmerk richten die Ärzte in diesem Jahr auf die Senioren- und Pflegeheime. "Für die Altersklasse der über 60-Jährigen empfiehlt die ständige Impfkommission eine Impfquote - nicht nur für den Grippeschutz - von mindestens 75 Prozent. Der Impfstatus sollte auch auf Masern, Pneumokokken, Keuchhusten, Kinderlähmung, Diphterie und Tetanus überprüft werden. Wir vermuten, dass wir in den Einrichtungen davon ein ganzes Stück entfernt sind. Darum möchten wir die Pflegeeinrichtungen, aber auch die Angehörigen der Heimbewohner aufmerksam machen", sagt Anika Biel. "Zudem arbeiten wir auch eng mit den Hausärzten zusammen, die ebenfalls eine wichtige Säule des Projekts sind."
Der Kreis Recklinghausen gibt im nächsten Jahr Zertifikate für Einrichtungen aus, deren Impfquote bei mindestens 60 Prozent liegt oder bei denen sich die Quote im Vergleich zum Vorjahr verdoppelt hat.

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