Fachkundige Führung durch den Bergfriedhof

Günther Eschrich (3. v. l.) und Volker Hardt (2. v. l.) leiten die fachkundige Führung
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  • Günther Eschrich (3. v. l.) und Volker Hardt (2. v. l.) leiten die fachkundige Führung
  • Foto: Hans-Georg Wiesmann
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Der SPD Ortsverein Hochlar lud am Freitag, den 26. August Bürger zu einer fachkundigen Führung durch den Bergfriedhof ihres Stadtteils ein. Als Experten informierten Mitglieder des Fachforums Nachhaltige Stadtentwicklung der Lokalen Agenda 21 die Teilnehmer. Kai Dörnhoff (OV-Vorsitzender) begrüßte die Teilnehmer und Experten.

Ewald Zmarsly (ehemaliger wissenschaftlicher Mitarbeiter in der Angewandten Klimatologie und Landschaftsökologie sowie Verfasser eines Fachbuches zur Meteorologie und Klimatologie) sprach über das Stadtklima und die stadtklimatischen Funktionen des Friedhofs. So sind Städte Wärmeinseln. Gründe sind ihre hohe Versiegelung und das Verwenden künstlicher Baumaterialien. Baumbestände führen durch den Schattenwurf, dass sich der Boden tagsüber nicht stark erwärmt. Jedoch produzieren Wiesen nachts die meiste Kaltluft, die beim Eindringen in Wohngebiete positiv zum Wohlbefinden beiträgt. Zum Schluss sprach er über den Nachweis nächtlichee Kaltluftabflüssen.

Anschließend erfolgte die Friedhofsführung. Günther Eschrich (Gärtnermeister, der in einer Raritätenbaumschule lebt) informierte über die auf dem Friedhof wachsenden Gehölze. Dabei wies er u. a. darauf hin, dass die Zeit des Blühens möglichst lang sein sollte, damit Hummeln und Bienen über einen langen Zeitraum Nahrung finden. Außerdem ging er daraufhin, dass infolge des Wärmeinseleffekts und Klimawandels mittlerweile hier Gehölze auftreten, die in wärmeren Breiten heimisch sind. Ferner sprach er über „Hexenbesen“, d. h. Verwachsungen an Gehölzpflanzen, an der viele kleine Zweige sehr dicht beieinander ausgebildet werden.

Volker Hardt (er kartierte früher die Vogelwelt in Recklinghausen) sprach über die auf dem Friedhof vorkommenden Vogelarten. Als er Vogelstimmen nachmachte, konnten die Teilnehmer die einzelnen Arten der Taubenfamilie unterscheiden. Beim Besprechen der Nahrungskette wies er auf die große Bedeutung der sogenannten „Unkräuter“ – beispielsweise Brennnessel für die Raupen mehrerer Schmetterlingsarten, z. B. Admiral, Tagpfauenauge und Kleiner Fuchs – hin. In diesem Zusammenhang ging er auf Insekten ein, die als Nahrung von Vögeln dienen. Außerdem verteilte er diverse Blätter mit Informationen,

Die beiden städtischen Mitarbeiter Georg Tensmann (Leitung Friedhöfe) und Sandra Pawlowski (Abteilungsleiterin Bestattungs- und Friedhofswesen), die mitgingen beantworteten ebenfalls Fragen der Teilnehmer.

Autor:

Ewald Zmarsly aus Recklinghausen

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