Zeitzeuge des Faschismus Sally Perel zu Gast im Max-Born-Berufskolleg

Sally Perel signiert sein Buch „Ich war Hitlerjunge Salomon“ mit einer persönlichen Widmung und einem Shalom. Auch Tristan Monden und Darja Bondarenko ließen sich ihr Buch signieren. 
Foto: privat
  • Sally Perel signiert sein Buch „Ich war Hitlerjunge Salomon“ mit einer persönlichen Widmung und einem Shalom. Auch Tristan Monden und Darja Bondarenko ließen sich ihr Buch signieren.
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Trotz seines hohen Alters wird Sally Perel nicht müde seine Geschichte zu erzählen. Der inzwischen 88-Jährige ist einer der wenigen noch lebenden Zeitzeugen des Faschismus. Er war zu Gast im Max-Born-Berufskolleg, um über sein Leben als Hitlerjunge „Jupp Perjell“ zu erzählen.

Sally Perel ist Jude und hat den Holocaust in der Uniform der Nazis überlebt. Als geborener Jude musste er seine Religion und seine Familie verleugnen, um zu überleben. Auf sehr bewegende Weise berichtet er von seinen aberwitzigen Erlebnissen und der inneren Zerrissenheit seines Doppellebens. Seine Geschichte kann man in seiner Autobiographie „Ich war Hitlerjunge Salomon“ nachlesen.

Im Max-Born-Berufskolleg war er nun schon zum zweiten Mal. Auch diesmal hörten ihm die Schüler gebannt zu. Sein Vortrag berührte und beeindruckte die Schüler. Sie waren sprachlos und konnten ihre Gefühle für das Gehörte nur schwer in Worte fassen.

In Schulen über Erlebnisse berichten

Nach dem Krieg emigrierte Sally Perel nach Israel. Nur seine Brüder Isaak und David überlebten den Holocaust. Vierzig Jahre hat Sally Perel seine Geschichte niemandem anvertraut. Nach einer Herzoperation 1985 entschloss er sich dann doch, ein Buch mit seiner Geschichte zu schreiben und öffentlich, hauptsächlich in Schulen, über seine Erlebnisse zu berichten.

Es ist sein Anliegen, die Wahrheit über den Nationalsozialismus zu verbreiten und nicht in Vergessenheit geraten zu lassen und seine Erfahrungen insbesondere an junge Menschen weiterzugeben. Deshalb erklärte Sally Perel, dass sein Vortrag ein Auftrag an die Schüler ist. Mit diesem Vortrag möchte er sie zu Zeitzeugen machen, verbunden mit der Bitte dafür Sorge zu tragen, dass der Holocaust nicht vergessen und nicht zur Lüge gemacht wird.

Mit dieser Begegnung erlebten die Schüler des Berufskollegs Zeitgeschichte hautnah. Organisiert wurde die Lesung von der Stadt Recklinghausen.

Autor:

Lokalkompass Recklinghausen aus Recklinghausen

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