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Im „Kinder-Paradies“ fehlen die Ehrenamtlichen

Waltraud Misch (l.) und Ursula Wittenberg helfen ehrenamtlich im SkF-Kindersecondhand-Laden an der Breiten Straße in der Altstadt von Recklinghausen. SkF Recklinghausen
  • Waltraud Misch (l.) und Ursula Wittenberg helfen ehrenamtlich im SkF-Kindersecondhand-Laden an der Breiten Straße in der Altstadt von Recklinghausen. SkF Recklinghausen
  • Foto: SkF Recklinghausen
  • hochgeladen von Michael Richter

Die Auswahl im „Kinder-Paradies“ ist groß, die Regale gefüllt, die Kundschaft kommt reichlich. Dem Kinder-Secondhand-Laden an der Breiten Straße 24 fehlt trotzdem etwas. Um wieder an allen Wochentagen öffnen zu können, sucht der Sozialdienst katholischer Frauen (SkF) Recklinghausen e.V., Betreiber des Geschäfts, Ehrenamtliche, die sich vier Stunden in der Woche engagieren wollen.
Das „Kinder-Paradies“ in der Innenstadt hatte vor Corona-Beginn fünf Tage geöffnet. Nach der Pandemie-Pause kehrten nicht alle Helferinnen an den Ladentisch zurück. „Sie haben persönliche, private Gründe“, weiß Daniel Ruppert, als Koordinator der existenzsichernden Hilfe beim SkF zuständig für das „Kinder-Paradies“, und er hat dafür natürlich Verständnis. „Einige sind älter.“ Die Öffnungstage mussten auf drei Tage eingedampft werden, bei den Zeiten blieb es bei 10 bis 18 Uhr.

4 Stunden in der Woche im Einsatz

Im noch jungen Jahr soll jetzt ein Neustart gelingen, aus drei sollen wieder fünf Öffnungstage werden. „Dafür brauchen wir mehr Personal, damit wir zehn Verkaufsteams von am besten jeweils drei Personen bilden können“, beschreibt Ruppert das Ziel. Jedes Team übernimmt eine Schicht von 10 bis 14 Uhr bzw. 14 bis 18 Uhr. Die Ehrenamtlichen beraten die Kundschaft und nehmen Spenden entgegen. Die Kleidung muss in der Waschmaschine im Laden gegebenenfalls gewaschen, dann sortiert und eingeräumt werden. Hinzu kommt das Kassieren, die elektrische Kasse ist aber einfach zu bedienen.

Das wird nie langweilig. Ich liebe es, in einem geschäft zu verkaufen.

Waltraud Misch ist seit fast elf Jahren dabei. „Zu viel wird mir das aber nie“, sagt sie. „Das macht mir einfach Spaß. Immer wieder gibt es etwas Neues, neue Arbeitskolleginnen, neue Kunden. Das wird nie langweilig. Ich liebe es, in einem Geschäft zu verkaufen“, sagt die ehemalige Mitarbeiterin eines Herrenmodegeschäfts in der Altstadt. Solche Berufserfahrungen sind aber absolut nicht erforderlich. Neulinge werden im Team eingearbeitet.

Laden wie ein Boutique eingerichtet

Ursula Wittenberg hat immer schon zu klein gewordene Kleidung und ausgediente Spielsachen ihrer Kinder in den SkF-Laden gebracht. Trotz Teilzeitbeschäftigung hilft sie längst auch ehrenamtlich mit. „Ein halber Tag für ein Ehrenamt sitzt schon drin“, findet sie. „Außerdem ist es doch sinnvoll, dass Dinge vor Ort Wiederverwendung finden.“ Neben Kinderkleidung und Spielzeug sind das auch Kinderwagen und Kleinmobiliar sowie Umstandsmode. Das seit 2017 an der Breiten Straße ansässige „Kinder-Paradies“ punktet mit Möbeln und Regalen, die nicht unbedingt in einem Secondhand-Geschäft erwartet werden. Alles wirkt wie ein echter Laden.

Kontakt
Daniel Ruppert, Tel. 02361/ 31302, E-Mail daniel.ruppert@skf-recklinghausen.de
Kinder-Paradies, Kinder-Secondhand-Laden des SkF Recklinghausen e.V., Breite Straße 24, Montag, Dienstag und Freitag, 10 bis 18 Uhr geöffnet.

Autor:

Michael Richter aus Recklinghausen

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