Uwe Suberg: Vom Gastgewerbe geht keine Corona-Gefahr aus
"Kneipen sind keine Seuchenherde"

Gastronom Uwe Suberg beklagt das Regelungschaos bei den Coronaschutzmaßnahmen. Foto: privat
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Nachdem das Land NRW eine Weisung an die Kreise, Städte und Ordnungsbehörden herausgegeben hat in der in einigen Bereichen ziemlich genau, in anderen Bereichen eher locker beschrieben wurde, wie man sich bei Erreichen des 35er-bzw. 50er-Inzidenzwertes zu verhalten habe, wurde eine neue Coronaschutzverordnung NRW nebst Anlage veröffentlicht.

"Das Chaos könnte fast nicht größer sein", findet Gastronom Uwe Suberg aus Recklinghausen. "Die Ordnungsamtsleiter der Kommunen im Kreis haben sich nach meiner Intervention dann auf einheitliche Regeln im Kreis geeinigt." Im Wesentlichen dürfen aktuell 10 Gäste aus 10 Haushalten an einem Tisch sitzen und die Speerstunde wurde auf 24 Uhr gelegt. Allerdings hat sich die Kanzlerin mit den Länderchefs getroffen. Die Ergebnisse dieser Tagung sorgen für weiter Änderungen.
Ich habe in diesen Tagen mich schon deutlich gegen die „Sippenhaft“ gewehrt in die unsere Gastronomiebetriebe und die Hotellerie im Kreis genommen werden.

Kaum Infektionen in Lokalen und Hotels

"Anders, als uns Medien und Politik vielerorts weismachen wollen, handelt es sich bei den Hotels, Restaurants, Gaststätten und Kneipen nicht um die „Seuchenherde“ der Nation", so Suberg. "Nach einer deutschlandweiten Studie des Robert-Koch-Instituts waren von 55.000 untersuchten Covid-19-Fällen zwischen Februar und Mitte Juli nur 1,6 Prozent auf Gastronomie- und Hotelleriebesuche zurückzuführen. Zieht man von dieser schon recht geringen absoluten Zahl von 880 Infizierten noch diejenigen ab, die sich auf Familienfeiern mit mehreren hundert Teilnehmern oder in Betrieben, die massiv gegen die bestehenden Coronaschutzregeln verstoßen, angesteckt haben, wird man schnell feststellen, dass es im Gastgewerbe kein signifikantes Risiko gibt, sich mit Covid-19 anzustecken."

Imageverlust und finanzielle Einbußen

Imageverlust und finanzielle Schaden seien für die Branche nur schwer zu verkraften. Durch Maßnahmen wie Veranstaltungsverbote, weitgehende Kontaktverbote, Sperrstunden und Prohibition werde nicht verhindern, dass sich künftig mehr als fünf Personen aus mehr als zwei Haushalten treffen. Die Treffen verlagerten sich lediglich aus dem kontrollierten, rückverfolgbaren Bereich der Gastronomie in die nicht kontrollierbare, geschweige denn rückverfolgbare Welt der Wohnzimmer, Partykeller und Vereinsheime.
"Diese hektisch aufgestellten Regeln sind mithin nicht einmal geeignet, das Infektionsgeschehen zu stoppen", urteilt Suberg. "Eine Prüfung der Verhältnismäßigkeit erübrigt sich da fast."

Autor:

Lokalkompass Recklinghausen aus Recklinghausen

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