Goldene Brötchen sollen wachrütteln: Künstlerin Heidi Meier verkauft Installation zugunsten der SkF-Tafel

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Künstlerin Heidi Meier mit SkF-Tafelkoordinator Daniel Ruppert. Foto: privat
Die Künstlerin Heidi Meier hat in einer konsumkritischen Installation das Thema "Leben im Überfluss" aufgegriffen. Die Recklinghäuserin hat dazu 50 Brötchen mit goldener Farbe angemalt und den Besuchern der Ausstellung für 5 Euro angeboten. Dabei wusste der Käufer, dass er ein Projekt für Bedürftige unterstützt - den Talelladen des SkF.
Wer eines der auf einem Sockel ausgelegten Brötchen mitnehmen wollte, warf den Kaufpreis durch einen Schlitz in einen Kasten. Neben den Brötchen lagen gestempelte, durchnummerierte und signierte Papiertüten, eine für jedes Brötchen. 40 Brötchen fanden einen Abnehmer. Die Künstlerin übergab nun den Erlös von 200 Euro an Daniel Ruppert, Tafel-Koordinator beim SkF.
Heidi Meier konzipierte die Installation unter dem Titel "panem et circenses" 2017 für die Ausstellung "kann weg" des Vestischen Künstlerbundes im Kutscherhaus. Die Recklinghäuserin verwendete dazu übriggebliebene Sonntagsbrötchen.

Konsumkritische Installation

"Ich wollte darauf aufmerksam machen, dass wir im Überfluss leben und unsere Gesellschaft trotzdem arme Menschen gebiert", erklärt Heide Meier. Die vergoldeten Brötchen stehen symbolisch für die Wegwerfgesellschaft.
Der Titel "panem et circenses" geht zurück auf den römischen Dichter Juvenal. In einer Satire warf er dem Volk des Römischen Reiches vor, völlig unpolitisch geworden zu sein und sind nur noch für "Brot und Spiele" zu interessieren.
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Lutz Heinemann aus Recklinghausen | 19.01.2018 | 21:56  
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