Realschule Rees
100.000 Euro für Benin

Schulleiter Thomas Wenning konnte einen Spendenscheck in Höhe von 4.500 Euro an Dr. Elke Kleuren-Schyvers übergeben.
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Unterstützung seit 1997 durch die Realschule Rees

Seit 21 Jahren unterstützt die Realschule Rees die Arbeit der „Aktion Pro Humanität“ aus Kevelaer im afrikanischen Land Benin. Im letzten Jahr wurden 4.500 Euro gesammelt und konnten jetzt als Scheck an Dr. Elke Kleuren-Schryvers übergeben werden.

Im Rahmen der Spendenübergabe stellte Lotta, ein Mädchen aus dem Benin-Dienst, ihren Mitschülern und den Lehrern die Spendeneinnahmen des letzten Jahres vor: Sponsorenschwimmen 2.350 Euro, Spenden der Eltern der Abschluss-Schüler 594 Euro, Pulloververkauf 330 Euro, Einschulungsgottesdienst 290 Euro, Sammlung in den Klassen 220 Euro, Spenden der 10. Klasse 100 Euro, Verkauf Schulsachen 100 Euro. Insgesamt konnte Schulleiter Thomas Wenning ein Scheck in Höhe von 4.500 Euro an Dr. Elke Kleuren-Schryvers, der Mitbegründerin und Vorstandsvorsitzenden der Stiftung Aktion Pro Humanität übergeben.
Kleuren-Schryvers bedankte sich bei den Schülern: „Ihr tut das schon so viele Jahre, das hat eine Kontinuität, die für die Menschen in Afrika ganz wichtig ist. Das gibt es Niederrhein nicht nochmal, dass eine Schule uns so nachhaltig begleitet.“
       In einem spannenden Vortrag berichtete die Ärztin über die Situation in Afrika und machte deutlich, wo die Spenden der Realschüler in den letzten Jahren eingesetzt wurden. Ein unterstütztes Projekt, in dem rund 110.000 Quadratkilometer großen afrikanischen Staat, zwischen Togo und Nigeria, ist ein Krankenhaus in der Region Mono/Couffou. Das Krankenhaus betreut Menschen aus einem Gebiet zwei Mal so groß wie der Kreis Kleve. Neu eingerichtet wurde eine Kinderkrankenabteilung, da die Hälfte der dortigen Bevölkerung aus jungen Menschen und Kindern besteht. Zusätzlich wurde eine Zahnarztpraxis in Betrieb genommen, denn im Umkreis von 300 bis 400 Kilometern ist kein Zahnarzt zu finden. Muss dort ein Zahn gezogen werden, wird dieser ohne Betäubung von einem Handwerker herausgerissen. Weiterhin werden psychisch kranke Menschen oder Menschen in Gefängnissen mit Medikamenten unterstützt.
       Dr. Elke Kleuren Schryvers erzählte den Schülern auch von den regelmäßigen Reisen, des 19-köpfigen Teams aus Ärzten, Technikern, Therapeuten und Krankenschwestern, nach Benin. Bei diesen Reisen bringen sie medizinische Geräte, Medikamente und Material nach Benin und unterstützen die dortigen Mitarbeiter bei Operationen, Behandlungen, Reparaturen aber auch bei der Unterweisung der Mitarbeiter vor Ort. Sehr anschaulich machte sie deutlich, unter welchen abenteuerlichen Bedingungen, dort manchmal gearbeitet werden muss. Komplizierte Operationen müssen in einem engen Container durchgeführt werden, bei regelmäßigen Stromausfällen muss auch schon einmal im Schein einer Taschenlampe weiteroperiert werden. In der Kinderstation werden rund 500 Patienten pro Monat behandelt. Neben, bei uns bekannten Krankheiten, muss dort auch Typhus, Ebola, dass Lassavirus oder viele Fälle von Unterernährung therapiert werden.
       Ein weiterer Einsatzort ist auch das dortige Nachbarland Niger. Als eines der ärmsten Länder Afrikas, ist es zudem von islamistischem Terror bedroht. Reisen sind für das Team der Aktion Pro Humanität nur mit Militärschutz möglich. Dort geht es vor allen Dingen um den Bau von Brunnenanlagen um die Versorgung der Bevölkerung mit sauberem Trinkwasser zu gewährleisten.
       Da, laut APH, sämtliche Projektaufwendungen von den Ehrenamtlichen selber getragen werden, fließen 96 bis 98 Prozent der Spenden in die einzelnen Projekte. Die Schüler konnten sich daher ein Bild davon machen, das ihre Spenden und die der früheren Schülergenerationen, in äußerst sinnvolle Projekte investiert wurden.

Dirk Kleinwegen / Stadtanzeiger Emmerich-Rees-Isselburg

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