30 Jahre Haldern Pop – 15 Familien mit demselben Ziel!

Diese „Familienväter“ sind mitverantwortlich für das Gelingen des Haldern Pop Festivals:
Torsten Schlebusch, Steven Kruijff, Guido Postulart, Dirk Bollwerk, Rupert Telaak, Stephan Brömling,  Werner Verheyen,  Nils Mümken, Klaus-Dieter Buckermann und Thomas Rick. (v.l.)                        Foto: Daniela Mady
  • Diese „Familienväter“ sind mitverantwortlich für das Gelingen des Haldern Pop Festivals:
    Torsten Schlebusch, Steven Kruijff, Guido Postulart, Dirk Bollwerk, Rupert Telaak, Stephan Brömling, Werner Verheyen, Nils Mümken, Klaus-Dieter Buckermann und Thomas Rick. (v.l.) Foto: Daniela Mady
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Haldern. Die Zeiten, in denen Bühnen für ein Festival aus einem selbst abgebrochenen Dachstuhl gebaut und Zäune selbst gefertigt werden durften, sind längst vorbei. Die Anforderungen an die Sicherheit sind nach dem Unglück auf der Loveparade 2010 in Duisburg dermaßen gestiegen, dass Vieles auch in Haldern nicht mehr so ist, wie es Mal war.

Dennoch, wenn überhaupt gemeckert wird, dann auf ganz hohem Niveau! Und dass dieses nicht nur erhalten bleibt, sondern auch stetig verbessert wird, dafür sorgen mittlerweile um die 360 Aktionäre und Helfer des Haldern Pop Festivals, das in diesem Jahr sein 30-jähriges Bestehen feiert!
Um allen Anforderungen gerecht zu werden, bedarf es einer stetigen Weiterentwicklung“, sind sich die „Familienväter“ Klaus-Dieter Buckermann, Torsten Schlebusch, Werner Verheyen, Rupert Telaak, Stephan Brömling, Thomas Rick, Dirk Bollwerk und Steven Kruijff einig. Sie gehören zu den insgesamt 15 Männern, die vor zwei Jahren aufgrund ihres langjährigen und in besonderem Maße engagierten Einsatzes für das Gelingen des Haldern Pop Festivals auserkoren wurden, besondere Verantwortung zu übernehmen, indem sie ein ganzjähriges Engagement zeigen. Dazu zählt unter anderem, dass sie sich in der Nebensaison alle zwei Monate, später monatlich und in der heißen Phase, von Ende Juli bis zum Beginn des Festivals Anfang August, alle zwei Wochen treffen.

Von Jahr zu Jahr größer

Da das Festival von Jahr zu Jahr größer wird galt es, eine verbesserte Kommunikation, aber auch neue Strukturen herbei zu führen. Die „Väter“ sind innerhalb der „Familien“ Ansprechpartner für jegliche Anliegen rund um das Festival. Sie teilen Schichten ein, zum Beispiel für die Bereiche Ausschank oder Wertmarkenverkauf, in die sich die übrigen Aktionäre und Helfer dann eintragen können. Mit Hilfe eines extra dafür eingeführten Punktesystems kann zwar grundsätzlich jeder selbst entscheiden, wo und zu welcher Tageszeit er arbeiten möchte; die Entscheidung, wem die Schichten letztlich zugeteilt werden, fällen aber ebenfalls die „Familienväter“.
„So können wir besser planen und jeder Einzelne hat mehr Zeit, das Festival auch genießen zu können“, schildert Stephan Brömling, der für die Produktion verantwortlich zeichnet. Das Soll eines jeden liegt bei circa drei Schichten á zwei Stunden pro Tag. „Früher waren die Theken zu ungünstigen Zeiten gar nicht besetzt“, nannte Rupert Telaak als Beispiel dafür, dass das neu eingeführte System der Qualitätsverbesserung dient.

Umdenken

„Mit dem 25-jährigen Jubiläum vor fünf Jahren hat alles angefangen“, so Torsten Schlebusch, der für den Bereich der Finanzen zuständig ist. „Vereinzelte Missstimmungen und die Feststellung, nicht mehr jeden erreichen zu können, haben ein Umdenken notwendig gemacht“, schilderte er. So wurden 15 „Familien“ mit etwa 20 bis 30 „Kindern“ zusammengestellt, die je einen „Vater“ haben. Die „Familienmitglieder“ bauen einerseits Beziehungen zueinander auf, die vom Geben und Nehmen geprägt sind, andererseits wird jedoch auch erzogen. Ganz so, wie es auch in normalen Familien der Idealfall ist.
Zusätzlich wurde ein Forum im Internet eingerichtet, das mit internen Neuigkeiten gespeist wird, aber auch die einzelnen Familienstrukturen offen legt. Auch dient es als Plattform für den Austausch untereinander, denn nicht jeder kann sich aufgrund der Entwicklungen der vergangenen Jahre - mittlerweile gibt es zum Beispiel sechs Spielstätten und über 50 Bands – gleichermaßen mit dem Festival identifizieren.
In sogenannten „Expertenrunden“ werden Themen besprochen, die in den „Familien“ aufkommen. Fertige Lösungen werden dann wiederum bei den Treffen der „Väter“ präsentiert, so dass mögliche Defizite aufgearbeitet werden können.

Herausforderung

Aktuell zu denken gibt manch einem die Tatsache, dass ein Großteil der Familienväter schon bald in Altersteilzeit gehen könnte und somit ein Generationswechsel ansteht. An Nachwuchs mangelt es zwar keineswegs, doch das Wissen und die über viele Jahre gesammelten Erfahrungen weiter zu geben, ist eine Herausforderung.
Den Anfang, sich dieser zu stellen, machte jetzt „Vater“ Udo Mümken, der neben Stefan Reichmann, Rupert Telaak und Klaus-Dieter Buckermann zu den Männern der ersten Stunde zählt. Er übergab sein Amt als „Familienoberhaupt“ Sohn Nils. Der 19-Jährige ist der Jüngste unter den „Vätern“ und bringt frischen Wind in die Mannschaft. Und das mit großer Begeisterung, die unter einem guten Stern steht!

Schon in der Vergangenheit kommentierten zahlreiche Künstler nicht umsonst begeistert, dass man auf dem Haldern Pop umsorgt und respektiert wird. Das soll auch künftig so bleiben, denn am Ende steht für alle nur das eine Ziel:
Die erfolgreiche Durchführung des Festivals, das vom 8. bis 10. August sicher auch in diesem Jahr wieder zum persönlichen Höhepunkt des Sommers für unzählige Musikliebhaber und Musiker wird!

Autor:

Daniela Schlutz aus Rees

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