Eine Weltreise in Rees

Olaf Müller (m.) und Simone Schneider (r.) begrüßten die Künstler und Gäste mit Unterstützung durch den Weihnachtsmann.
(Foto: Dirk Kleinwegen)
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  • Olaf Müller (m.) und Simone Schneider (r.) begrüßten die Künstler und Gäste mit Unterstützung durch den Weihnachtsmann.
    (Foto: Dirk Kleinwegen)
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Vielseitige Ausstellung in Reeser Galerie eröffnet

Neben Reeser Kunstsonntag und Kunstmesse haben sich mittlerweile die Ausstellungen in der ARTraum-MoSiMo-Galerie in der Reeser Kunstwelt etabliert. Am letzten Wochenende wurde dort bereits die siebte Ausstellung mit dem Namen "Weltreise & andere Welten" eröffnet.

  • aus dem Stadtanzeiger Emmerich-Rees-Isselburg vom 16.12.2017
  • von Dirk Kleinwegen (Text + Fotos)

Wer bei der Vernissage eine umfangreiche fachliche Vorstellung der ausgestellten Werke und der Künstler erwartet hatte, befand sich eindeutig in der falschen Galerie. Die Inhaber Simone Schneider und Olaf Müller begrüßten lieber die Künstler mit ein paar persönlichen Worten und überließen es einem verkleideten Weihnachtsmann ihnen kleine Präsente zu überreichen. Anschließend hatte man bei kleinen Häppchen und Getränken die Möglichkeit sich die Kunstwerke aus der Nähe zu betrachten. Da 13 der 23 ausstellenden Künstler während der Vernissage anwesend waren, kam der Informationsgehalt der Ausstellung nicht zu kurz.

Die ausstellenden Künstler kamen aus Deutschland, Österreich und der Schweiz. Die 63-jährige Christa Krösl war nur für diese Ausstellungseröffnung aus Wien angereist. Die vier in der Galerie vertretenden Künstler aus Rees hatten aber keine weite Anreise in Kauf genommen: Michael Hoffmann, Christine Meininghaus, Michael Engemann und Waldemar Zech.

Michael Hoffmann, früherer Stadtplaner und Architekt in Rees, hatte für seinen Teil der Ausstellung, Werke ausgesucht, die im Rahmen seiner vielen Reisen entstanden sind. Die Inspiration für das Werk „Ankor Wat“ hatte sich Hoffmann bei einem zweiwöchigen Aufenthalt in der kambodschanischen Tempelanlage Ankor Wat geholt. „Das war im 10. Jahrhundert eine Millionenstadt mit 30 Tempelanlagen. Nachdem die Hauptstadt verlegt wurde, geriet die Stadt und die Bauwerke in Vergessenheit und wurden schnell vom Dschungel überwachsen“, erklärte Michael Hoffmann. Die Skizzenbücher von seinen verschiedenen Reisen, mit eigenen Tusche-, Pinsel-, Kohle-, und Bleistiftzeichnungen oder Aquarellen, zeigte er den interessierten Besuchern. Anhand dieser kleineren Skizzen aus dem Buch und mit Hilfe von Fotografien, fertigte Hoffmann später zu Hause großformatige Bilder an. So auch von seiner Australienreise mit dem Bild „Ayers Rock“ vom Wahrzeichen des 5. Kontinents, welches in der Ausstellung zu sehen ist.

Doch Hoffmann malt nicht nur ferne Länder, er hat auch bereits viele Motive aus Rees und vom Niederrhein abgebildet.

Michael Engemann ist bereits zum dritten Mal bei einer Ausstellung dabei. In der ersten Ausstellung zeigte er seine abstrakten Bilder, für die vorherige hat er Tische erstellt. Der „Milliarden-Mark“-Tisch, ist noch in der Galerie zu finden und wurde von ihm mit Banknoten aus der Kaiserzeit beklebt. Bei der aktuellen Ausstellung zeigt der Künstler Makro-Fotografien. „Ich habe Sachen aufgenommen, an denen man im normalen Alltagsgeschehen vorbeigeht“, erklärte Engemann seine Werke. Egal ob Zaunpfosten, Stacheldrahtzaun, Marienkäfer oder zwei, sich liebende Fliegen – so nah mit der Kamera am Objekt, entstand jedes Mal eine außergewöhnliche Perspektive.

Der jüngste, in der Galerie, ausstellende Künstler ist der 29-jährige Waldemar Zech aus Rees. Er fertigte seine erfundenen Fantasy-Figuren und Frauenzeichnungen meist auf Papier mit Buntstiften an. Der hauptberufliche Drucker hat sich auch schon an Tattoo-Vorlagen oder mit den Themenbereichen Horror, Zombies, oder Musik versucht.

Auch aus Emmerich stellen zwei Künstler Ihre Werke aus. Trudy Gerritzen zeigt ihre Ölgemälde und Marianne Marck präsentiert Keramikarbeiten.

Die Ausstellung "Weltreise & andere Welten" kann noch bis zum 27.01.2018 besichtigt werden. Danach folgt im Februar „Beautys & Glamor“, für diese Ausstellung können sich noch Künstler bewerben.

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