Gedenken an niederländische Zwangsarbeiter

Bernd Schäfer (l.) und Bürgermeister Christoph Gerwers (r.) gedachten der niederländischen Zwangsarbeiter und der verfolgten und verstorbenen jüdischen Bürgerinnen und Bürger.  
(Foto: Dirk Kleinwegen)
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  • Bernd Schäfer (l.) und Bürgermeister Christoph Gerwers (r.) gedachten der niederländischen Zwangsarbeiter und der verfolgten und verstorbenen jüdischen Bürgerinnen und Bürger.
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und der verfolgten und verstorbenen jüdischen Bürgerinnen und Bürger



  • ein Beitrag des Stadtanzeiger Emmerich-Rees-Isselburg
  • von Dirk Kleinwegen (Text + Fotos)

An der jährlichen Veranstaltung in Gedenken an die zu Tode gekommenen jüdischen Bürgerinnen und Bürger, sowie der in Rees verstorbenen niederländischen Zwangsarbeiter, am Mahnmal in Rees, haben mehr als 60 Personen teilgenommen.

Bürgermeister Christoph Gerwers bedankte sich für das zahlreiche Erscheinen und begrüßte vor allen die ehemaligen Zwangsarbeiter aus den Niederlanden mit ihren Angehörigen, sowie die Personen, die einst mit jüdischen Bürgerinnen und Bürgern in Rees zusammengelebt haben.

Bernd Schäfer, der sich ausgiebig mit der Geschichte ehemaliger Juden und auch die der niederländischen Zwangsarbeiter beschäftigt hat, erinnerte an den 79. Jahrestag des Progroms. Mit dieser Reichskristallnacht am 9. bzw. 10. November 1938 begann die Auslöschung der jüdischen Gemeinde in Rees, bei der die Synagoge in der Oberstadt demoliert und zerstört wurde. Schäfer erinnerte dabei namentlich an die zahlreichen jüdischen Familien aus Rees, Haldern, Empel und Millingen.

Das Leid der Niederländer begann am 9. Mai 1940 als von Rees aus die Panzer in Richtung Grenze fuhren und das Nachbarland überfielen. Im Rahmen der nachfolgenden Besatzung kamen dann die niederländischen Zwangsarbeiter nach Rees. Erst Anfang März 1945 konnten diese durch britische und kanadische Soldaten befreit und erlöst werden.

Der niederländische Stadtrat Bert Kuster aus Ulft erinnerte in seiner Rede an das Zwangsarbeiterlager in Rees: „Die Bedingungen unter denen die Zwangsarbeiter im Lager Rees lebten, waren erbärmlich und erniedrigend. Es ist wichtig, dass wir uns an den Schrecken und alle die dadurch gestorben sind erinnern. Besonders für diejenigen, die den Krieg nicht selber erlebt haben.“

Vor der Niederlegung der Blumen sprach Bernd Schäfer noch das jüdische Totengebet „Kaddisch“ und der evangelische Pfarrer Norbert Stephan, gemeinsam mit den Teilnehmern, das „Vater unser“.

Zum Schluß der Gedenkveranstaltung lud Bürgermeister Christoph Gerwers die Teilnehmer zu zu Kaffee, Kuchen und weiteren Gesprächen in das Kolpinghaus ein.

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