Neue Wege: Bilingualer Unterricht am Gymnasium Aspel

v.l.n.r.: Victoria Vos, Hendrik Snethkamp und Cordula freue sich über die tolle Resonanz, die das neue Angebot hervorrgerufen hat.                   Foto: Caroline Gustedt
  • v.l.n.r.: Victoria Vos, Hendrik Snethkamp und Cordula freue sich über die tolle Resonanz, die das neue Angebot hervorrgerufen hat. Foto: Caroline Gustedt
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Nordrhein-Westfalen sei deutschlandweit Vorreiter in Sachen ‚bilingualer Unterrricht’ und verfüge über eine lange Erfahrung mit diesem Konzept, so der Koordinator des bilingualen Zweigs am Gymnasium Aspel, Hendrik Snethkamp.

Von Caroline Gustedt

REES. Jetzt hat er gemeinsam mit der Schulleitung und Kollegen den Start mit dem bilingualen Zweig am Reeser Gymnasium gewagt. Schulleiter Roman Claus freut sich über die positive Resonanz bei den Eltern: Die Hälfte aller Kinder haben sich mit Start des laufenden Schuljahres für das neue Angebot entschieden. Mit 53 Anmeldungen sind dann auch gleich zwei bilinguale Klassen eingerichtet worden. Hier wird neben dem ‚normalen’ Englisch-Unterricht schon in den Klassen 5 und 6 zusätzlich Englisch unterrichtet, in der Klasse 7 kommt dann das Fach Politik hinzu, in den Klassen 8 und neun wird dann auch der Fachunterricht in Biologie und Geschichte in englischer Sprache unterrichtet.

Diejenigen Schüler, die bilingual unterrichtet wurden, hätten im Vergleich zu anderen später ‚die Nase vor’, erläutert Roman Claus die Erfahrungen aus Untersuchungen. Inhaltlich entspricht der Fachunterricht aber den vereinbarten Lehrplänen, denn wer nach der Mittelstufe wieder gemeinsam mit anderen unterrichtet wird, muss sich ja problemlos wieder integrieren können. Die Sprachkompetenz allerdings seit deutlich weiter entwickelt als bei nicht bilingual unterrichteten Schülern, der Unterschied mache bis zu zwei Jahren im Lernfortschritt aus, so die Untersuchungsergebnisse. Die Englischlehrerinnen Victoria Vos und Cordula Hübner, die beide als Klassenlehrerin in der Jahrgansstufe 5 mit dem bilingualen Zweig gestartet sind, warnen aber davor, ein Kind vorschnell in diesem Zweig anzumelden. Der zusätzliche Englischunterricht sei kein Förderunterricht, in dem Grammatik oder Vokabeln wiederholt würden, sondern ein Mehr von allem: Mehr Vokabeln, mehr Grammatik, mehr Hausaufgaben, mehr arbeiten und lernen. Weil schon in den Grundschulen mit dem Englischunterricht begonnen werde, könne man das aber Kindern, die gerne lernten und schon recht gut organisiert seien durchaus zutrauen, ermuntert Schulleiter Roman Claus die Eltern, die sich mit dem Gedanken tragen, ihr Kind entsprechend zu fördern und zu fordern.

Eine umfassende und individuelle Beratung bekommen die Eltern dann im Rahmen des Tags der offenen Tür, der am 20. November stattfindet, und dann noch mal an einem speziellen Beratungstag kurz vor der Anmeldung. Dann kann man in Ruhe überlegen, ob das Angebot für das eigenen Kind passend erscheint.

Und wenn das Konzept am Reeser Gymansium gut läuft, besteht durchaus die Möglichkeit, dass auch in der Oberstufe bilingual unterrichtet wird. Denkbar wäre dann auch, einen Leistungskurs Englisch mit einer Gesellschaftswissenschaft, die in Englischer Sprache unterrichtet wurde, als Abiturfächer zu nehmen und so ein zusätzliches Zertifikat zum Abiturzeugnis zu erwerben – so die Überlegungen von Hendrik Snethkamp. Auch Biologie in Englisch zu unterrichten sein schon deshalb sinnvoll, weil 90 Prozent der Fachliteratur in Biologie in englischer Sprache verfasst seien.

Den Nutzen für eine EU-weite oder gar internationale Karriere hat Roman Claus im Vortrag von Prof. Dr. Marie-Luise Klotz, Rektorin an der Hochschule Rhein-Waal noch einmal deutlich formuliert gefunden. 70 Prozent der Vorlesungen fänden in Englisch statt.

Autor:

Caroline Büsgen aus Emmerich am Rhein

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