Büchermarkt Rees
Schock Deine Eltern, lies ein Buch

Viele Reeser nutzten das schöne Wetter für ein Spaziergang und den Besuch des Büchermarktes.
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  • Viele Reeser nutzten das schöne Wetter für ein Spaziergang und den Besuch des Büchermarktes.
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1.500 Besucher beim 16. Büchermarkt im Reeser Bürgerhaus

25 Aussteller aus dem ganzen Rheinland, teilweise aber auch Ruhrgebiet, Münsterland oder ein Händler aus den Niederlanden, boten beim 16. Reeser Büchermarkt ihre verschiedensten Druckwerke an.

In der Hauptsache wurden Bücher, Comics aber auch Hörbücher, Langspielplatten oder Spiele auf dem Reeser Büchermarkt angeboten. Ein Händler der sich auf Kinder- und Jugendbücher spezialisiert hatte, machte den Nachwuchs mit dem Schild „Schock Deine Eltern, lies ein Buch“, auf mögliche Alternativen zu Computerspielen aufmerksam. Neben Plakaten, Kunstwerken, Postkarten waren auch viele Bücher antiquarisch und boten viel geschichtliches vom Niederrhein.
       Auch der Reeser Antiquitätenhändler Gerfried Schell hatte „nur“ alte Bücher dabei. Vom Zustand einer Buchreihe von Friedrich Schiller von 1838 zeigte er sich besonders begeistert: „Die könnten glatt als neuwertig in einer Bibliothek stehen.“ Auch das Buch mit den Werken von Johann Wolfgang von Goethe aus dem Jahr 1880 zierte ein aufwendig geprägter Einband. „Manchmal passiert es, dass jüngere Leute allein von dem aufwendigen Einband begeistert sind, die Bücher in die Hand nehmen wollen und mehr darüber wissen wollen.“
Neben zahlreichen Klassikern wie Gerhart Hauptmann oder Thomas Mann in englisch von 1941 bot Schell auch ein Bild des Reeser Künstlers Willi Angenendt zum Kauf an. Das farbenfrohe Ölbild zeigte das Markttreiben auf dem alten Reeser Marktplatz, mit altem Rathaus und der alten Kirche.
       Während die antiquarischen Bücher eher zu höheren Preisen gehandelt wurden, konnte man die aktuelle Druckwerke für wenige Euro erwerben. An einem Stand wechselten Bücher sogar kistenweise, rund 20 bis 25 Bücher für fünf Euro, seinen Besitzer.
       Fast seit der ersten Veranstaltung an, ist auch der niederländische Buchhändler Hans-Werner Hehl dabei. Ursprünglich aus München, betreibt er in Amsterdam den Buchladen „Das Narrenschiff“ und hat sich dort auf deutschsprachige Bücher spezialisiert. Laut seiner Lebensgefährtin Tineke Strave ist der Verkauf in den Niederlanden äußerst schwierig geworden: „Meine Generation hat noch deutsch in der Schule gelernt, aber heute sind alle mehr auf englisch eingestellt. Daher fahren wir immer über die Grenze zum Verkaufen.“ Dabei hat ihnen Rees besonders gut gefallen. „Auch wenn der Gewinn vielleicht nicht so groß ist, aber sie sind gerne hier oder im Sommer beim Büchermarkt auf der Rheinpromenade dabei.
       Der Veranstalter des Büchermarktes war wieder die Stadtbücherei Rees. Deren Leiter Thomas Dierkes freute sich über den guten Zulauf: „Heute ist es sehr gut besucht und alle sind rundum zufrieden.“ Gegenüber den Vorjahren hatte sich nur wenig geändert, alle Händler wollten wiederkommen. Nur bei zwei Verkaufsplätzen, wo die Händler aufgrund von Krankheit abgesagt hatten, konnten andere nachrücken.

Dirk Kleinwegen / Stadtanzeiger Emmerich-Rees-Isselburg

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