Wert oft eine Überraschung

Bei der Gemäldebörse können die Bilder zum Kauf angeboten werden.
  • Bei der Gemäldebörse können die Bilder zum Kauf angeboten werden.
  • Foto: Stadt Rees
  • hochgeladen von Dirk Kleinwegen

11. Gemäldebewertung im Koenraad-Bosman-Museum

Am letzten Samstag konnte man seine privaten Gemälde im Koenraad-Bosman-Museum bewerten lassen. Für fünf Euro pro Gemälde, maximal vier Kunstwerke durfte jeder vorstellen, nahm der Kunstsachverständige und Inhaber einer Galerie und Antiquariat in Kevelaer, Heinz Janssen, das Stück genauer unter die Lupe. 90 Kunstwerke von 40 Besuchern wurden genau begutachtet.

Bei dem Wert eines Bildes kommt es darauf an, ob der Künstler bekannt ist und ob es sich um ein Unikat oder eine Reproduktion handelt, sowie auf die Qualität der Malerei. Auch die Rahmung, verwendeten Papiere und der Zustand der Bilder werden zur Wertermittlung herangezogen. Einen Rahmen kann man austauschen und viele Beschädigungen lassen sich wieder entfernen, dies ist aber immer mit Kosten verbunden. Was die Bilder im Verkauf später bringen, ist auch immer von der aktuellen Mode abhängig und manchmal hilft auch einfach nur Glück.
     Am Bewertungstag hat Heinz Janssen Bilder mit Wert null bis zum Wert von 1500 Euro geschätzt. Dabei konnte er die Besucher positiv aber auch negativ überraschen. Mach einer war sich absolut sicher, ein besonders wertvolles Gemälde ihr Eigen zu nennen und Janssen empfahl das Bild neben die Mülltonne zu stellen. Andere stellten ein Bild vor, das seit Jahren an ein irgendeiner Wand hing und ihnen wurde ein Wert von über 500 Euro bescheinigt.
     Es waren einige qualitätsvolle Sachen dabei, auch von renommierten Künstlern wie August Lüdecke-Cleve, Marlies Peters oder Bernd Schulte, Bilder mit Schwerpunkt Klever Schule, aus Düsseldorf, oder dem holländischen Bereich.
     „Vor einigen Jahren stellte eine ältere Dame aus Bocholt ein Bild vor, welches sie verkaufen wollte“, erinnerte sich Janssen, „sie war sich mit dem Käufer mit 800 Euro schon einig. Mir fiel direkt die gute Qualität auf. Es stellte sich heraus, es war ein bekannterer österreichischer Künstler und das Bild wurde schließlich für den 15-fachen Preis an das Doroteum in Wien verkauft.
      Auch der Reeser Michael Hoffmann, selbst Künstler, hatte vor einigen Jahren eine kleine Radierung von Otto Pankok bei der Gemäldebewertung schätzen lassen. Er hatte das Bild für fünf Euro bei einem Antikmarkt aus irgendeinem Umzugskarton herausgezogen. Er freute sich über die Expertise von Janssen: Wert 600 bis 800 Euro.
     Die Besitzer der Kunstwerke erfahren von Jansen nicht nur den Wert ihrer Bilder, sie erhalten auch Tipps über die richtige Rahmung, Restauration, Lagerung und Hängung der Bilder.
      Heinz Janssen ist seit über 60 Jahren in der Kunstszene aktiv, sein Fachwissen offenbart er auch am Rande, wenn er immer wieder mal auf bekannte deutsche Künstler oder Kunstrichtungen und Stile zu sprechen kommt.
     Wer nun möchte kann sein Kunstwerk am 17. oder 18. November 2018 bei der Gemäldebörse 2018 im Koenraad-Bosman-Museum zum Verkauf anbieten. Jeder Anbieter kann fünf Gemälde anbieten. Zehn Prozent des Verkaufserlöses, mindestens fünf Euro pro Bild erhält das städtische Museum.

Dirk Kleinwegen / Stadtanzeiger Emmerich-Rees-Isselburg

Autor:

Dirk Kleinwegen aus Rees

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