Viel Interesse an Landwirtschaft, Natur und Kultur bei der Höfetour rund um Rees

Der Traktor kommt. Fotos: WachterStorm | Foto: WachterStorm
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Sechs unterschiedliche landwirtschaftliche Betriebe hatten am vergangenen Sonntag ihre Scheunen- und Stalltore weit geöffnet. Und hunderte von interessierten Bürgerinnen und Bürgern besuchten die einzelnen Höfe. Einige mit dem Auto, andere als Wanderer und die meisten mit der Fiets.

Von Helmut Heckmann

Rees. Und damit bei Weit entfernt von den üblichen Routen befindet sich, in den Rheinwiesen von Griertherort, der Deymanns-Hof. Seit weit über 180 Jahren ist er im Besitz der Familie Hünnekes. „Bei uns haben immer Mädchen auf dem Hof eingeheiratet“, erklärte Elli Hünnekes, die Senior-Bäuerin auf Deymanns-Hof. „Heute ist mein Sohn Theo hier Betriebsleiter, der den Hof mit seiner Frau Gisela bewirtschaftet.“
Seit 1990, als seine Eltern in Ruhestand gingen, führt Theo Hünnekes den Betrieb. Seine Frau Gisela und die beiden Kinder, Max und Franziska, stehen ihm dabei zur Seite. Viel zu tun gibts auf dem Hof, wovon sich die Besucher nach einem ausgiebigen Frühstück, hergerichtet von den Landfrauen, überzeugen konnten. „Wir sind ein reiner Milchviehbetrieb mit zurzeit 110 Milchkühen und 140 Jungttieren“, erklärt Theo Hünnekes während den Führungen. Und so erfährt der wissenshungrige Besucher dann auch, dass 83 Hektar Land bewirtschaftet werden, davon aber das wenigste als Ackerland nutzbar ist, da sich in Grietherort kein Sommerdeich befindet und die Mehrzahl der Flächen sich im Hochwassergebiet befinden.
Ein weiterer Hof der erstmalig an der Höfetour teilnahm war der Hof „Gut Stein“, am Dammweg bei Esserden gelegen. Seit 1900 in Familienbesitz und seit den 1960er Jahren von Norbert und Gertrud Aldenhoff bewirtschaftet, wird hier hauptsächlich Ackerbau betrieben. „Wir haben 1970 vom Milchviehbetrieb auf Ackerbau umgestellt“, erklärte Norbert Aldenhoff den Hofbesuchern seine Anlage. „Auf 65 Hektar Land produzieren wir Mais, Zuckerrüben und Weizen. Und seit 1992 liegt unser Hauptgeschäft im Anbau von Kartoffeln.“

Aber nicht irgendeine Kartoffel, sondern spezielle Knollen für die Pommes Frites Produktion. „Das sind schon richtig dicke Dinger“, so Aldenhoff. „Im Rahmen einer Projektwoche waren einmal Schulkinder hier um die dickste Kartoffel zu ermitteln. Sie hatte ein Gewicht von 1.200 Gramm.“
Und so gab es dann für die Hofbesucher auch leckere, frische Pommes, dazu Spanferkel vom Grill und gekühlte Getränke. Und die technisch interessierten Besucher hatten ihren Spaß an der Oldtimer-Traktorenschau, die im Gegensatz zu den ebenfalls in Reih und Glied aufgestellten riesigen, heutigen Landmaschinen, die Frage aufkommen ließen, wie man denn damit früher rationell hatte arbeiten können.
Alles in allem war die Höfetour rund um Rees ein voller Erfolg. Dies freute nicht nur die Betriebe, sondern auch die Organisatoren wie Kreisbauernschaft Kleve – Bezirk Rees und die Landwirtschaftskammer NRW.

Autor:

Helmut Heckmann aus Uedem

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