Rheinfähre Walsum-Orsoy - Couragierte Rettungstat des Raimund Behrens
Vierjähriger und seine zwölfjährige Cousine durch Geistesgegenwart des Schiffsführers vor Ertrinkungstod gerettet

Es wären nicht die ersten Leichen gewesen, die von der Glückauf-Rheinfähre Walsum-Orsoy aus entdeckt worden wären. Glücklicherweise kam es nicht dazu, weil der Schiffsführer Raimund Behrens geistesgegenwärtig reagierte und die vom Ertrinkungstod Bedrohten mit Hilfe seiner Fähre und beherzt anpackenden Helfern retten konnte.

Was war geschehen am gestrigen Donnerstag? Die hochsommerliche Hitze hatte mal wieder zahlreiche Menschen an den Orsoyer Sandstrand gezogen, wo sie sich gerne sonnen und spielen, aber auch im Wasser abkühlen. Geschützt durch Buhnen, die in den Rhein hinausragen, ist das Wasser am Ufer zumeist ruhig und zunächst nicht tief, aber auch trügerisch. Schon die Wellen der vorüberfahrenden Schiffe bringen Bewegung ins Wasser. Sobald man allerdings in den Bereich der Buhnenenden gerät, verliert der Rhein seinen Charakter. Strömung und Strudel machen sich in einer Art und Weise bemerkbar, die sogar gute Schwimmer in die Bredouille bringen kann.
So geriet am Donnerstagnachmittag ein vierjähriger Junge in die Strömung und wurde von dieser erfasst und er geriet ins offene Wasser. Ein zwölfjähriges Mädchen, um das Leben seines Cousins fürchtend, schwamm ihm hinterher und ergriff seinen Kopf, um ihn über Wasser zu halten. Offensichtlich befanden sich nun aber beide Kinder in akuter Lebensgefahr. Da halfen auch die Schwimmflügelchen des Vierjährigen nichts mehr.

Das aber blieb dem Schiffsführer der Rheinfähre, die gerade am Orsoyer Fähranleger Autos aufnahm, nicht verborgen. Raimund Behrens brach den Ladevorgang umgehend ab, legte ab und nahm Kurs auf die Kinder. Als er nahe genug war, ließ er die Ladeklappe bis an die Wasseroberfläche hinab und wies von seiner Führerkabine den Kassierer Joel Stöckmann und einen Passagier an, sich dort bereitzustellen, um die Kinder aus dem Wasser zu ziehen, während er die Fähre äußerst behutsam zu den Kindern manövrierte. Den beiden Helfern gelang es, die Kinder aus dem Wasser zu ziehen.

Die Erleichterung war groß - und der 33-jährige Schiffsführer, der soeben eine beeindruckende Rettungstat vollbracht hatte, fuhr wieder zum Fähranleger zurück, wo ihn aufgelöste Menschen erwarteten, denen noch immer der Schrecken in den Gliedern steckte. Nach einer Untersuchung durch die alarmierten Rettungskräfte konnten die Kinder unverletzt mit ihren Eltern den Nachhauseweg antreten.

Was bleibt?

Zunächst einmal die Warnung für alle Badelustige, den Rhein nicht zu unterschätzen. Es handelt sich nicht um ein stehendes Gewässer, erst recht nicht um ein Freibad. Insbesondere dürfen Eltern die Verantwortung für ihre Kinder nicht auf die leichte Schulter nehmen. 

Und zum anderen? Ein Chapeau dem Schiffsführer Raimund Behrens, ohne dessen couragiertes, beherztes und kompetentes Eingreifen jetzt womöglich der Tod zweier Kinder zu beklagen wäre. Ebenso gilt den Helfern an der Rampe unser aller Anerkennung. Vorbildlich.

Autor:

Helmut Feldhaus aus Rheinberg

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