Sturm kann die Ossenberger nicht bremsen
Wochenmarkt goes Abendmarkt

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Der Wettergott schien es am Samstag mit dem Ossenbergern nicht allzu gut zu meinen. Denn bis zu Beginn des Abendmarktes um 15 Uhr regnete und hagelte es stark. Windboen von bis zu 90 km/h ließen die Veranstalter verzweifeln.

"Leider haben so gegen Mittag noch 4 Händler abgesagt, die sich nicht trauten bei diesem Wetter zu fahren oder ihre Pavillons aufzubauen, was ich absolut verstehen kann", bestätigt Carsten Kämmerer, Marktmeister in Ossenberg. So mussten die Kunden leider auf Schafskäse, Crépes oder Kirmes-Leckereien verzichten. Die geplante Livemusik mit Heinz Münster und seiner Trompete sowie Dekostände durften bereits im Vorfeld nach der Corona-Schutzverordnung nicht dabei sein.

Nicht verzichten mussten alle Besucher aber auf ein attraktives Händlerfeld und den wunderschön illuminierten Dorfplatz am Abend. Der Heimatverein Herrlichkeit hatte nämlich extra für diesen Tag, die Weihnachtsbeleuchtung hängen lassen.

Bürgermeister ist begeistert

"Das Angebot ist riesig und es sieht einfach nur toll aus", meinte auch Bürgermeister Dietmar Heyde, der mit seiner Frau Sabine den trockenen Abend nutzte, um sich das bunte Treiben anzusehen. Er zeigte sich begeistert, was in Ossenberg immer wieder auf die Beine gestellt werde.

Tatsächlich strömten ab 15 Uhr viele Besucher auf den Platz, hielten sich dabei aber stets an die Coronaregeln. Der Abstand wurde eingehalten, Masken wurden aufgesetzt.

Für Stimmung bei den Besuchern sorgten Karin Potempa und ihre Kollegin Uschi Steininger vom Wurst-Boruta-Stand. So manchen flotten Spruch mussten sich die Einkäufer hier anhören. Nebenan bei Fisch Müller-Mehrholz war der Teufel los. Immer wieder musste Torsten Müller-Mehrholz Fisch nachordern. Ab 19 Uhr hieß es dann aber trotzdem: kein Backfisch mehr!
Eier, Käse, Obst und Gemüse, Honig, über 300 Gewürze, Pflanzen und Feuerschalen sowie Backwaren fanden ebenfalls reißenden Absatz.

Hausmannskost von Grünkohl bis zum Schweinebraten gab es an der Moerser Gulaschkanone, selbstgebackene Nussecken, Stachelbeer-Schmand-Kuchen und diverse Marmeladen am Wagen von Lisas Küchenwerk aus Perrich, die zum zweiten Mal in Ossenberg zu Gast waren. "Besser hätte meine Oma die Nussecken auch nicht machen können", ließ ein jüngerer Besucher mit einem Augenzwinkern wissen.

Motto des Wochenmarktes: regional-frisch-vielfältig

"Regionalität ist -neben Qualität und Vielfalt- das Wichtigste auf dem Ossenberger Wochenmarkt", weiß Carsten Kämmerer. "Und längst schon kommen auch die Kunden nicht mehr nur aus unserem Dorf", ergänzt der Marktmeister. Aus Moers, Wesel, Geldern und sogar Kevelaer dürfe man wöchentliche Stammkunden begrüßen.

Gespannt auf den Ossenberger Markt ist auch der neue Geflügelhändler Lothar Möbius aus Rumeln. "Wir freuen uns ab jetzt wöchentlich dabeizusein und bieten, neben Geflügel aller Art, auch Lamm und Wild in der Saison an", betont Möbius. Am Samstag fanden seine Geflügelfrikadellen jedenfalls jede Menge neue Freunde.
Ebenfalls zum ersten Mal dabei war der Stand von Walsdorf Gourmet aus Moers. Hier durften verschiedene Soßen und Ketchups für den nächsten Grillabend mit nach Hause genommen werden.

Händler und Besucher waren gleichermaßen begeistert von dieser Art des Wochenmarktes. "Natürlich wird der Abendmarkt den klassischen Wochenmarkt am Samstagmorgen hier nicht ersetzen", verspricht Kämmerer, "als Ergänzung -so zwei- bis dreimal im Jahr-, könnten wir uns solch ein Event aber durchaus vorstellen."

Weinprobe und Grillabend

Dabei denkt der Marktmeister bereits an die Zeit nach Corona. "Dann könnten wir uns hier an lauen Abenden Livemusik, Bierzelttische, Leckeres vom Holzkohlegrill,  eine Weinprobe und vieles mehr vorstellen". Aber erst einmal gelte es gemeinsam durch die Coronakrise zu kommen.

Als nächster Eventmarkt ist am Karsamstag, 3. April, ein österlicher Wochenmarkt geplant. Dieser wird wegen der Coronakrise sicherlich auch deutlich kleiner ausfallen als geplant, jedoch hoffe man sehr, dass zumindest der Osterhase persönlich vorbeischauen darf, um den Kindern eine Kleinigkeit ins Osternest zu legen.
Etwa 15 Stände werden dann vor Ort sein.

Autor:

Carsten Kämmerer aus Rheinberg

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