Ein Szenario der üblen Art
2024 - Coronajahr 5 - die Welt hat sich verändert, ist nicht wiederzuerkennen

Wir befinden uns inzwischen im fünften Coronajahr. Die Welt hat sich grundlegend verändert.
Niemand konnte oder wollte sich im Jahr 2020 vorstellen, was seitdem passiert ist. Damals gab es Lockdowns, um die Ausbreitung des Coronavirus SARS-CoV-2 einzudämmen, anschließend weiterhin Coronamaßnahmen, die das bisherige Leben einschränkten, aber für notwendig angesehen wurden, um Menschenleben nicht aufs Spiel zu setzen. Sogar eine wirtschaftliche Rezession eines den Lebenden unbekannten Ausmaßes wurde in Kauf genommen. Die Hoffnung, die medizinische Forschung würde das Coronaproblem schon richten, schwebte unterdessen über allem. Deshalb gingen die Wirtschaftsexperten davon aus, im Jahr 2021 würde es wieder aufwärts gehen. Derweil kam es weltweit immer wieder zu einem Anstieg der Todeszahlen im Zusammenhang mit dem Coronavirus. Lockerungen und Verschärfungen der Coronamaßnahmen gaben sich die Klinke in die Hand. Durchschlagende Erfolge der Medizin ließen trotz mancher Pyrrhussiege auf sich warten.

2021

Und im Jahr 2021 ging es wirtschaftlich weiter bergab. Immer mehr Menschen bekamen das zu spüren. Die Verarmung der Menschen nahm zu. Fast niemand brachte den Regierenden mehr Vertrauen entgegen. Es kam vermehrt zu Unruhen und unschönen Szenen auf den Straßen. Länder im Ausnahmezustand. In die Medizin setzte man kaum mehr Hoffnung.

2022

Im Jahr 2022 spitzte sich die Lage zu. In manchen Ländern übernahm das Militär die Regierung, in vielen Ländern wurden Diktaturen errichtet. Die Demokratie war keine realistische Option mehr. Misstrauen und Gewalt nahmen die Welt in Besitz. Das öffentliche Leben brach zusammen. Und die Medizin bot weiterhin keine Lösung. Die Disziplinlosigkeit im Schutz gegen das Coronavirus führte zu Todeszahlen, die sich niemand in seinen schlimmsten Träumen vorgestellt hatte. Coronas Wellen wurden immer höher und brachen wie Tsunamis über den Menschen zusammen. 

2023

Im Jahr 2023 entschlossen sich die Regierungen der Welt zu einem Paradigmenwechsel. Das Virus sei nicht zu besiegen, seine Überlebensfähigkeit sei nicht mit früher grassierenden Viren oder Bakterien, wie etwa bei der Spanischen Grippe, zu vergleichen. Ohne medizinische Gegenwehr, auf die niemand mehr einen Pfifferling setzte, sei kein Austrocknen des Virus möglich. Deshalb gab man alle Menschen ohne ausreichende Immunkräfte auf. Die anderen, die widerstandsfähigen Menschen, würden überleben. Jegliche Coronamaßnahmen wurden folglich aufgehoben und die Wirtschaft ohne Rücksicht auf menschliche Verluste angekurbelt, um den zukünftig Verbleibenden eine gute Zukunft zu sichern.

2024

Heute, im Jahr 2024, im Coronajahr 5, ist die Menschheit stark dezimiert, aber immer noch über zwei Milliarden Menschen stark. Massengräber überziehen die Welt. Verwaiste Gegenden allenthalben. Autoritäre Regimes beherrschen die Länder. Aber es geht bergauf. Das Coronavirus hat sich verabschiedet. Es hat Spuren hinterlassen, die die Menschheit in ein neues Zeitalter geführt hat. 

Autor:

Helmut Feldhaus aus Rheinberg

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