Klimaschutz und die Vorreiterrolle
Klimaschutz: Wenn nicht wir, wer denn dann? (Merkel)

Alexander Gauland (AfD) sagt in der Generaldebatte des Bundestages zurecht, dass Deutschland allein das Klima nicht retten kann. Bundeskanzlerin Merkel entgegnet mit dem Hinweis, dass Deutschland ein Prozent der Weltbevölkerung vertritt und für zwei Prozent der Kohlendioxidemissionen verantwortlich ist, zugleich über die Perspektiven angemessener Technologien verfügt, wer denn den Klimawandel stoppen bzw. eine Vorreiterrolle spielen kann, wenn nicht Deutschland. Ursula von der Leyen, die neue Kommissionspräsidentin der EU, stellt den Klimaschutz über die gesamte Politik.

Gauland auf der einen Seite, Merkel und von der Leyen auf der anderen Seite, sie scheinen sich unversöhnlich gegenüberzustehen. Dabei liegen beide Seiten richtig. Gauland springt nur zu kurz. Denn wenn es Deutschland oder/und der EU mit ihrer hochentwickelten Industrie, die als Zeichen unseres hiesigen Wohlstands verstanden werden kann, gelingen sollte, Klimaneutralität zu schaffen, so kann das dahinter stehende Konzept von den Regionen der Erde, die noch in der Entwicklung zu Wohlstand aller stecken, die deshalb dem Klimaschutz aus nachvollziehbaren Gründen noch nicht höchste Priorität einräumen, übernommen werden, ohne auf ihren Nachholbedarf Richtung Wohlstand verzichten zu müssen.

Der Weg dahin ist allerdings mit selbst zu verantwortenden Steinen versehen, die aus dem Weg geräumt werden müssen. Eine kohlendioxidirrelevante Energieerzeugung muss auf fossile Brennstoffe verzichten. Deutschland allerdings macht es sich selbst schwer mit der Energiewende. Etwa Abstandsbestimmungen für Windkraftanlagen, wie sie zurzeit bestehen, bremsen unnötig. Auch die Abkehr von der Kernenergie könnte sich als falscher Weg erweisen trotz der Gefahren, die in ihr stecken. Dogmatik muss vorbehaltlosem Nachdenken weichen.

Deutschland und Europa stehen vor einem Weg, der möglichst schnell zurückgelegt werden muss, während der Klimawandel nicht aus Rücksicht auf politische Entscheidungen warten wird.

Autor:

Helmut Feldhaus aus Rheinberg

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