Wähler und Gewählte gehen zuweilen auseinander
Liebe AfD-Wähler! (Ich hoffe, ich erreiche einige von Ihnen)

In Deutschland werden Sie, liebe AfD-Wähler, getrieben von ihrer Sorge um die Folgen von Zuwanderung. Und ihre Sorge scheint sich bestätigt zu haben. Die Medien berichten über Pöbeleien bis hin zu terroristischen Anschlägen weniger dieser Zugewanderten. Und welche Partei positionierte sich klar dagegen. Eigentlich, wenn Sie ehrlich sind, alle Parteien. Die AfD allerdings positionierte sich grundsätzlich gegen Zuwanderung nach der Devise: Deutschland den Deutschen. Sehen Sie nicht, liebe AfD-Wähler, dass sich die überwältigende Mehrheit der Zugewanderten völlig unauffällig verhält. Als Lehrer einer Realschule fällt mir der Ehrgeiz und der schulische Erfolg vieler zugewanderter Kinder auf bei all ihren erschwerten Ausgangsbedingungen. Ich selbst habe eine vorbildliche Schülerin, ein Flüchtlingskind, das später wieder in ihr Herkunftsland zurück will. Wir müssen differenzieren zwischen den wenigen negativ Auffälligen und den vielen positiv Auffälligen.

Und die AfD? Sie predigt weiter die Feindlichkeit gegen Zuwanderung, die wir im Übrigen brauchen, um die Alterspyramide unseres Landes zu korrigieren. Und wenn wir Thüringen betrachten, so sehen wir eine Entlarvung der AfD. Der AfD geht es um die Verächtlichmachung unseres demokratischen Systems. Erst einmal den FDP-Mann Kemmerich wählen, alsbald vielleicht auf Gaulands Anraten hin den linken Ramelow. 

Erkennen Sie, liebe AfD-Wähler, bitte, dass es der AfD inzwischen längst um die Abschaffung unseres demokratischen Systems geht. Wollen Sie das, die ja eigentlich nur Ihre Sorge einer Überfremdung zum Ausdruck bringen wollen? Dabei sollten Sie bedenken, dass zurzeit überhaupt keine Flüchtlingsströme Deutschland überschwemmen. Und was hat die AfD über ihre Ausländerfeindlichkeit hinaus Ihnen überhaupt zu bieten? Fällt Ihnen, liebe AfD-Wähler, dazu irgendetwas ein? Dabei gibt es genügend offene Probleme, die auch Sie betrifft.

Liebe AfD-Wähler, die Sie früher einmal eine der etablierten Parteien gewählt haben, gehen Sie einmal davon aus, es hätte nicht 2015 mit seiner gewaltigen Zuwanderung gegeben, in einem Jahr, in dem tatsächlich Fehler von der herrschenden Politik gemacht wurden, die weitgehend korrigiert wurden: Wen sollten Sie dann heute wählen?   

Autor:

Helmut Feldhaus aus Rheinberg

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