Schmierereien, Vermüllung, Zerstörung
Liebe Stadtverwaltung, liebe Ratsparteien: Warum wehret ihr nicht den Anfängen eines Vandalismusproblems in Rheinberg?

Die Zerstörung von fünf Alltagsmenschen der Künstlerin Christel Lechner hat die Vandalismusthematik ins Bewusstsein der Rheinberger gebracht. Und die Rheinische Post hat dazu die Ratsparteien nach ihren Positionen befragt. Von denen kamen reflexartige Antworten, die ziemlich stark nach hohlen Phrasen klingen. Jedenfalls scheint in einem Punkt Einigkeit zu bestehen: Schmierereien und Zerstörungen haben zugenommen, genauso wie die wilde Vermüllung der Umwelt. Phänomene, vor denen viele Ruhrgebietsstädte längst resigniert haben. Nur noch halbherzig, vielleicht auch seit Beginn, stemmen diese sich gegen die Entwicklung. Aber Rheinberg steht noch am Anfang dieser Entwicklung und wird womöglich mit der gleichen Halbherzigkeit für die Etablierung des Problems sorgen.

Wenn irgendwo einmal jemand etwas beschmiert, vermüllt oder gar zerstört, wird er erfahrungsgemäß Nachahmer finden, wenn nicht unmittelbar die Beschmierung, Vermüllung oder gar Zerstörung im Stadtbild korrigiert wird. Solange Beschmierungen, Vermüllungen und Zerstörungen tägliche Wahrnehmung bleiben, werden sie zunehmen, weil sie den Nimbus einer Normalität bekommen.

Als in Budberg in einer Nacht zahlreiche Schmierereien auf 150 Metern auftauchten, dauerte es lange, lange Zeit, bis die Spuren verschwunden waren. Warum hat die Stadt mit Hilfe der Bürger nicht umgehend für alte Zustände gesorgt?
Als kürzlich Rheinberger Verkehrsschilder mit Aufklebern verunstaltet wurden, passierte fast gar nichts. Die Verunstaltungen sind immer noch da. Warum hat die Stadt nicht sofort reagiert und die Aufkleber entfernt?
Als ein Ossenberger Pavillon unter Zerstörungen litt, hat der Heimatverein richtigerweise sofort reagiert und der Zurschaustellung der Trophäe Zerstörung ein Ende bereitet.

Prävention, Jugendarbeit, Schularbeit - alles wichtig. Das ist zukunftsorientiert. Stadtverwaltung und Stadtpolitik brauchen aber auch die Gegenwartsorientierung, um die Zukunft nicht zu versauen.

Wir sollten dafür sorgen, dass nicht auch in Rheinberg irgendwann nur noch resignativ mit den Schultern gezuckt wird. Deshalb: Wehret den Anfängen! Und da braucht man keine schönen Sonntagsreden. Das weit verbreitete Lamentieren ist auch nicht produktiv. Umgehendes Handeln ist angesagt. Das schöne Rheinberg hat viel zu verlieren.

Autor:

Helmut Feldhaus aus Rheinberg

following

Sie möchten diesem Profil folgen?

Verpassen Sie nicht die neuesten Inhalte von diesem Profil: Melden Sie sich an, um neuen Inhalten von Profilen und Orten in Ihrem persönlichen Feed zu folgen.

29 folgen diesem Profil

1 Kommentar

online discussion

Sie möchten kommentieren?

Sie möchten zur Diskussion beitragen? Melden Sie sich an, um Kommentare zu verfassen.

Diskussion schließen

Hinweis: Der Autor wird vom System benachrichtigt

add_content

Sie möchten selbst beitragen?

Melden Sie sich jetzt kostenlos an, um selbst mit eigenen Inhalten beizutragen.

Karte einbetten

Abbrechen

Video einbetten

Es können nur einzelne Videos der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Playlists, Streams oder Übersichtsseiten.

Abbrechen

Social-Media Link einfügen

Es können nur einzelne Beiträge der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Übersichtsseiten.

Abbrechen

Beitrag oder Bildergalerie einbetten

Abbrechen

Schnappschuss einbetten

Abbrechen

Veranstaltung oder Bildergalerie einbetten

Abbrechen