Klimafreundlichkeit contra Wirtschaftswachstum
Thunberg und Habeck bewegen - Steuern wir Deutsche auf einen Showdown zu? Sind wir zu einer Umverteilung des Reichtums bereit?

Es sind Wahlkampfzeiten. Es wird bald über Landtage entschieden. Die politischen Parteien, von denen manche ums Überleben kämpfen, übertreffen sich in klimafreundlichen Vorschlägen - mehr sind sie zumeist nicht. Aber sie wollen auf den Zug der geforderten Klimafreundlichkeit aufspringen, von der die Deutschen zunehmend fasziniert sind. Klimafreundlichkeit wird wahrscheinlich noch mehr Rezession bedeuten als ohnehin aktuell prognostiziert wird. 
Wie werden wir als deutsche Bevölkerung reagieren, wenn's uns dadurch ans Portmonee geht, wenn sich die systemimmanente Arbeitslosigkeit der anderer europäischer Länder anpasst? Werden wir dann vom grünen Zug abspringen oder werden wir bereit sein, mit dem Zug weiterzufahren? Welche Prioritäten werden wir setzen?

Schwierig, das vorherzusagen. Es wird aber entscheidend auf die Politik ankommen, ob sie den Showdown Klimafreundlichkeit contra Wirtschaftswachstum managt. Ein sinkendes Bruttoinlandsprodukt bedeutet weniger Einkommen für die Gesamtbevölkerung. Da dürften auch technologische Innovationen nichts dran ändern. Sozial verträglich scheint dann nur eine Umverteilung des Reichtums in unserem Land, ein gesetzlich verordnetes Schließen der Schere zwischen Arm und Reich. Kann der Staat es noch zulassen, dass bislang hochdotierte Jobs zu einem zigfachen Einkommen desjenigen führen, der hart arbeitet, wenn auch ohne besondere Qualifikationen? Vielleicht kommt es auch zu Unruhen der Besserverdienenden, aber mit welchem Recht?

Und wie gestalten wir in unserem Staat das soziale Netz? Schon jetzt gibt es neben denen, die nicht arbeiten können, genügend, die es ohne Weiteres könnten. Wie groß kann ein soziales Netz denn werden? Einfache Arbeitsplätze könnten von Staats wegen ausreichend geschaffen werden. Auch bisherige und künftige Ehrenämter könnten als gering bezahlte Arbeitsplätze eingerichtet werden.  

Der Showdown ist nicht von der Hand zu weisen. Wollen wir Klimafreundlichkeit, mit der wir andere Länder anstecken können, dann müssen wir unsere Zukunft neu denken, eine Zukunft, die dem Durchschnittsbürger weniger Wohlstand verheißt. Oder setzen wir auf Wirtschaftswachstum?

Vielleicht entscheiden sich die Menschen aber auch für dieses Wirtschaftswachstum. Dann müssen sie mit allen Folgen des Klimawandels und der Umweltbelastung leben.

Viele Fragezeichen.

Wir befinden uns an einem Scheideweg.

Autor:

Helmut Feldhaus aus Rheinberg

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