Kultkicker Dietmar Schacht über die Situation bei den Königsblauen
Der Mythos Schalke steht am Abgrund

Dietmar Schacht, der jetzt auch ein Buch herausgebracht hat,  macht sich Sorgen um seinen FC Schalke. Ist der Kultclub noch zu retten?
  • Dietmar Schacht, der jetzt auch ein Buch herausgebracht hat, macht sich Sorgen um seinen FC Schalke. Ist der Kultclub noch zu retten?
  • hochgeladen von Carsten Kämmerer

An diesem Sonntagmorgen sieht Dietmar Schacht wirklich besorgt aus. Der Kult-Kicker, der u.a. für den MSV Duisburg und eben auch für den FC Schalke 04 die Trikots überzog, hat soeben vom "Beben auf Schalke" erfahren. Fast die gesamte Führungsriege wurde entlassen.

"Es ist unglaublich, was da gerade passiert", lässt Schacht wissen. Trotzdem ist dieser Schritt, laut Schacht, längst überfällig. Dabei nimmt er Jochen Schneider aber ausdrücklich in Schutz. "Der Jochen hat wirklich für Schalke gelebt. Er hatte aber das Pech die vielen Fehler seines Vorgängers Heidel ausbaden zu müssen. Da hat der Untergang schon angefangen."
Außerdem habe der Sportdirektor leider auch kein gutes Händchen mit der Trainerwahl gehabt. "Wagner wurde viel zu spät entlassen, Baum nur durchgereicht und Christian Groß von der Mannschaft absolut nicht verstanden", betont der ehemalige Verteidiger.

Spielerrevolte eine Frechheit

Dabei sei es eine Frechheit, dass Spieler, wie Mustafi, der erst 3 Spiele für Schalke gemacht hat und sich "auch noch Weltmeister nennen darf" eine Revolte gegen den Trainer anzetteln. "Es ist eine Ehre für diesen Verein spielen zu dürfen. Schalke muss man leben. Ich frage mich wirklich, ob das wirklich jedem der Spieler auf dem Platz klar ist, oder ob der ein oder andere mit den Gedanken schon bei einem neuen Club ist", ist sich der 58-jährige sicher.

Auch die Rolle von Sascha Riether kritisiert "Didi" Schacht hart. "Welche Aufgabe Sascha Riether im Verein hatte, das ist mir bis jetzt noch nicht klar", sagt Schacht kopfschüttelnd.

Trotzdem hofft aber natürlich auch Dietmar Schacht noch auf "das Wunder von Schalke". Aber auch er ist realistisch: " Wir stehen mit einem Bein in der 2. Liga. Jetzt kommt es darauf an, Mannschaften wie Mainz zu schlagen, um mit sehr viel Glück und Kampfgeist doch noch den Relegationsplatz zu erreichen, ansonsten steht der Mythos am Abgrund!"

Büskens oder Neururer als schnelle Hilfe

Mike Büskens sei dafür -zumindest bis zum Saisonende- sicherlich der richtige Mann. Büskens lebt Schalke und kennt diesen Verein wie kein Zweiter. Aber auch Peter Neururer kennt Schalke in-und auswendig. Auch er könnte Schalke in dieser ausweglosen Situation mit all seiner Erfahrung eine große Hilfe sein. "Aber", so Schacht weiter, "jeder muss jetzt alles für diesen phantastischen Verein geben, damit Schalke da bleibt oder schnellstmöglich wieder hinkommt, wo er hingehört: in die 1. Liga!"

Mit Tedesco in Liga 2?

Welcher Trainer danach für Schalke 04 tätig sein wird, da ist sich der gebürtige Duisburger nicht sicher. "Tedesco hat sicherlich immer noch viele Sympathien auf Schalke. Trotzdem bin ich mir nicht sicher, ob es gut ist einen Trainer, der auf Schalke schon einmal die Segel streichen musste, wieder zurückzuholen."

Aber ganz egal, wie die Zukunft aussieht: Jetzt gelte es den Mythos Schalke bedingungslos zu unterstützen. Vom Fan bis in die Vorstandsetage. "Und das notfalls auch in Liga 2, denn: einmal Schalke- immer Schalke" , weiß Schacht.

Autor:

Carsten Kämmerer aus Rheinberg

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