NATO-Osterweiterung oder Provokation
Größte Truppenverlegung der USA seit Jahrzehnten

Als wenn vor und nach dem Wochenende nicht schon genug Stau auf Deutschlands Autobahnen wäre, laden die NATO-Partner zum "Angrillen" an die ukrainische Grenze, wie es scheint. Beinahe 40.000 Soldaten und entsprechendes Kriegsgerät wird einmal - quer durch Deutschland - Richtung Osten verlegt. Etwa einen Monat später ist womöglich mit dem Rücktransport zu rechnen. 

Defender Europa 2020 - Teurer Sprit und Stau

Die Geschichte hat Deutschland 1945 zum Verlierer des II. Weltkrieges erklärt. Die Konferenz der Siegermächte auf Jalta verfügte seinerzeit eine Teilung - die von Churchill, Stalin und Roosevelt beschlossen - lange Zeit Bestand haben sollte. Erst durch den Fall der Mauer, der faktischen Auflösung des Warschauer Paktes, änderte sich alles in der Sicherheitslandschaft Europa infolge der Wiedervereinigung von Deutschland. Hier zeigten sich vor allem anschließend die NATO-Partner gegenüber den Russen bzw. früheren Sowjets, als wortbrüchig. 

Nord-Mazedonien, Serbien, Montenegro und Bosnien-Herzegowina werden von Putin als Pufferzone zwischen Russland und der NATO angesehen. Schon Gorbatschow hatte sich darauf verlassen. Wie ursprünglich auch die Ukraine zu diesem neutralen Gebiet dazu gehören sollte, wurde im Westen nicht mehr thematisiert. Vereinbarungsgemäß existierte sogar ein russisch-ukrainisches Freundschaftsabkommen. Die NATO jedoch erklärte zunächst Serbien zum Beitrittskandidaten - ohne die Serben gefragt zu haben, die seinerzeit dankend ablehnten. Dann gab es Gespräche zwischen den Griechen und Nord-Mazedoniern, um einen Vollzug des Beitritts für Letztere für das erste Quartal 2020 zu ratifizieren. Schließlich lud die NATO noch die Ukraine ein, was dazu beigetragen haben könnte, dass Russland aus geo-strategischen Gründen sich gezwungen sehen konnte, die Krim für sich und die eigene Sicherheit vereinnahmen zu müssen.

Als im April 2008 auf der NATO-Gipfelkonferenz in Bukarest diskutiert wurde, der Ukraine und Georgien einen Plan zur Aufnahme in die NATO anzubieten, erklärte Putin schon: „Wir betrachten die Ankunft eines Militärblocks [an unseren Grenzen], dessen Verpflichtungen zur Mitgliedschaft Artikel 5 einschließt, als eine direkte Bedrohung der Sicherheit unseres Landes“. Der besagte Artikel 5 des NATO-Vertrages enthält die Beistandsverpflichtung seiner Mitglieder im Kriegsfall.

Tatsächlich ist Europa - mit einem geteilten Deutschland - und dem Gleichgewicht zweier großer Militärbündnisse, die sich gegenüber standen, Jahrzehnte ohne kriegerische Eskalationen ausgekommen. Wenn man von dem Bürgerkrieg in Jugoslawien absehen will, als diese Phase zu Ende ging.

Tatsache ist auch, dass Kroatien, die bereits vor 1945 eher mit Nazi-Deutschland kooperierten, 2008 der NATO beigetreten sind - als Vollmitglieder in die Europäische (Wirtschafts-) Union integriert wurden. Serbien leidet mit einer leistungsfähigen Volkswirtschaft noch immer unter der Insel-Situation mitten in der EU dennoch außerhalb beinahe isoliert zu sein. Die Neutralität der Serben gegenüber der NATO, könnte hier also ebenso ein Fakt sein, wie die Niederlage im Bürgerkrieg, dass sie bis dato von der EU in der Warteschleife gelassen werden. Wie über Jahre auch die Türkei vor Erdogan, in einer solchen Warteschleife sich befand. 

Große Manöver haben im Laufe der Geschichte nicht selten auch zu großen Schlachten geführt. Der I. Weltkrieg vor etwa einhundert Jahren wird von vielen Historikern auch als ein Krieg angesehen, der "nicht wirklich gewollt, einfach so geschehen ist, weil sich Mengen von Truppen gegenüber gestanden haben". Da brauchte es nur noch einen kleinen Auslöser... ebenfalls auf dem Balkan. 

Im Geist von Willy Brandt gegen Ost-Erweiterung der NATO

Stephan Leifeld, der Parteivorsitzende von VORWÄRTS. LINKE ALTERNATIVE., sehnt sich nach dem politischen Geist von Willy Brandt: "Gerade als Deutsche sollten wir doch deutlich zeigen, dass wir weder Kriegshandlungen unterstützen, die von unserem Boden aus geplant und geleitet werden, noch derartige Provokationen unserer russischen Nachbarn unterstützen..."

Leifeld und seine junge Partei sehen eine Gefahr für die Sicherheit unseres Landes - aber auch des gesamten Weltfriedens - wenn, so wörtlich: "... weiter ungesühnt und unkontrolliert, die US-Administration über Rammstein Tötungsaktionen wie gegen General Souleimani durchführen kann, oder mit 'Defender 2020' Trump außenpolitisch zeigen will, dass 'seiner' länger ist als der vom Chef im Kreml."

VORWÄRTS. LINKE ALTERNATIVE. lädt auf der eigenen Homepage www.linkealternative.de dazu ein, dass deutsche Autofahrer analog der Kampagne "#weremember"-ähnliche Fotos von sich machen, mit Aufschriften auf den Zetteln, "#wewantpeace".

#wewantpeace

Foto copyrightfrei von pixabay.com

Autor:

Stephan Leifeld aus Schermbeck

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