Jahreszeit
Der Mai

Der Mai

Lauer Wind und Maienluft,
Waldmeisterbowle, würziger Duft,
frisch erwachte Wanderlust,
umschmeicheln sanft die Sinne.
Maiglöckchen unter Sträuchern hocken,
Sonnenstrahlen Faulpelze locken
hinaus in alle Winde.

Ostern ist vorbei, die Eisheiligen warten,
vorwitzige Blüten frieren im Garten.
Kaum sind sie vorüber, beginnt zu streben
alles Grüne dem Licht und der Sonne entgegen.

Die Natur entfaltet ihre Blütenpracht,
längst sind auch die Tierkinder aufgewacht
und erfüllen mit ihren leisen Lauten
Nistkästen und unterirdische Höhlenbauten.

Sanft rauscht der warme Maienregen,
durchtränkt die Erde, lässt wachsen den Segen,
der uns schenkt Nahrung für das ganze Jahr -
das Leben pulsiert, erscheint leicht und wunderbar.

Der Klatschmohn blüht, die Margariten strahlen,
gelbe Rapspollen fliegen und überfallen
alles mit ihrem feinen Staub.
Farbig sieht ringsherum die Erde aus.

Maikäfer krabbeln, Bienen summen,
Vögel zwitschern, nur nachts verstummen
die vielfältigen Laute, die die Luft durchweben
in einem harmonischen Chor des Lebens.

Der Mai, er schenkt uns Freude und Fröhlichkeit -
wir tanzen im Reigen wie die Mücken im Sonnenschein.
Der Mai: Zeit der Hoffnung, Zeit der Gnade,
Muttergottes Lichterpfade
ziehen durch die Dämmerung -
gläubig beten Alt und Jung.

Maienregen schenkt Maiensegen -
alte Weisheit, immer noch gültig im
heutigen Leben!

B. Kando 4/2019

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