Eine andere Form des Reisens
Reisen mit dem Kopf-Kino

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Reisen mit dem Kopf-Kino

Wenn Reisen manchmal nicht möglich sind,
dann begab ich mich schon als kleines Kind
mit einem Buch auf den Sessel in der Eck
und träumte mich meilenweit von zu Hause weg.

Auch heute ist für mich ein Buch die einfachste Art,
die meine Phantasie anfacht
und mich mitnimmt auf eine eigene Kopf-Kino-Reise,
welche mich mitten hinein führt auf
ganz intensive Weise:

Ich spüre die Sonne brennen auf Wüstensand,
sehe der Kamele wiegenden Gang,
erlebe eine Fata Morgana am Horizont
und den Sandsturm blasen um Nase und Mund.

Ich höre die Löwen brüllen in der Savanne,
das kling-klong der Hufe von Antilopen, die wandern
zur nächsten Wasserstelle, zum wild fliessenden Fluss,
in dem Krokodile warten und manche Gefahr verborgen
sein muss.

Ich beobachte Affenhorden, die schnattern und kreischen,
staune über das bunte Gefieder der Vögel,
prächtig ohnegleichen
und tauche ganz ein in diese faszinierende Welt,
in der es so viel Wunderbares zu entdecken gilt.

Kurz drauf reise ich in die asiatische Fremde,
wo zierliche Menschen in bunten Gewändern
mir zeigen orientalischen Glanz, uralte Pagoden,
in denen Gottheiten verstörend fremd thronen.

Drückende Hitze, aufreizende Gewürze
verwirren meine Sinne. Ich koste die Küche,
deren Speisen mir scharf im Gaumen brennen
und mir in die Augen treiben manche Tränen.

Geschmückte Elefanten ziehen mit festem Schritt
durch die Menschenmenge. Ich gehe mit
und bewundere am Rand der großen Stadt
den Urwald, der sich seinen Teil zurück erobert hat.

Zur Ebene hin endlose Reisfelder im Sonnenschein liegen,
junge Frauen fleissig die kleinen Pflanzen pflegen.
Dazwischen Wasserbüffel stumm unter ihrem
Joch arbeiten,
barfüssige Jungen sie mit kurzen Rufen antreiben.

Bis plötzlich ein Familienmitglied schreit:
„Wo heute nur das Abendbrot bleibt?“
Abrupt beende ich meine phantastische Traumreis,
begebe mich ins Hier und Jetzt und denk dabei:
Keiner kann meine Gedanken, meine Träume sehen,
keiner kann meine Phantasie einengen oder stehlen.

In Gedanken bin ich auf immer jung und frei,
kann Abenteuer erleben und mittendrin sein
in fremden Welten, auf einer Kopf-Kino-Reise,
die mir Freude schenkt auf meine Weise!

Autor:

Barbara Kando aus Schwelm

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