Auszeichnung für „Friedhof-Senioren“: SPD Gevelsberg würdigt Ehrenamt

Im Beisein von Bürgermeister Claus Jacobi (2. v.r.) und dem Bundestagsabgeordneten René Röspel (5. v.r.) zeichnete der Stadtverbandsvorsitzende Helge Mannott (r.), in diesem Jahr die „Friedhof-Senioren“ mit dem „Ehrenamtspreis“ aus.
  • Im Beisein von Bürgermeister Claus Jacobi (2. v.r.) und dem Bundestagsabgeordneten René Röspel (5. v.r.) zeichnete der Stadtverbandsvorsitzende Helge Mannott (r.), in diesem Jahr die „Friedhof-Senioren“ mit dem „Ehrenamtspreis“ aus.
  • Foto: André Sicks
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Mit einem Ehrenamt erzeugt man nicht nur Glück bei den Mitmenschen, es bereitet auch einem selbst Glück, da es sinnstiftend ist und das eigene Leben erfüllt. Es ist „die Essenz des Zusammenhalts“, wie es der SPD-Stadtverbandsvorsitzende Helge Mannott zu Beginn des diesjährigen Ehrenamtsabend der SPD formulierte.

„Hier werden Werte vermittelt, die unser aller Zusammenleben in diesen nicht immer so leichten Zeiten, in dieser kurzlebigen Zeit, voller Anonymität und wieder wachsenden Vorurteilen gegenüber Andersdenkenden – und Gläubigen die unser aller Zusammenleben auf vielfältigste Art und Weise, die wichtige Orientierung und die Anerkennung geben.“
Bereits seit 2005 bedankt sich die Gevelsberger SPD bei allen ehrenamtlich tätigen Menschen in der Stadt mit solch einem Ehrenamtsabend – einer von MdL Hubertus Kramer ins Leben gerufenen Veranstaltung, die inzwischen zur Tradition geworden ist. Seit 2009 wird dabei jährlich eine Person oder Institution besonders ausgezeichnet, die ihre Freizeit in den Dienst guter Zwecke stellen. Nun durften sich die „Friedhof-Senioren“ aus Silschede über den „Ehrenamtspreis 2018“ freuen – für „deren große Verbundenheit und die damit einhergehende, innerliche Verpflichtung zur Pflege und Weiterentwicklung der letzten Ruhestätte vieler Bürgerinnen und Bürger dieser Stadt, insbesondere die des Ortsteils Silschede“.

Das machen die „Friedhof-Senioren“

Acht Senioren, denen es zunächst einfach nur darum ging, ihren Friedhof etwas schöner zu gestalten, haben ihn nun in eine gepflegte Begegnungsstätte mit großer Aufenthaltsqualität verwandelt. „Der Friedhof war vor uns in einem desolaten Zustand und es gab viele Nörgeleien zu hören“, berichtete Friedhofs-Senior Reinhardt Pfleging.
Jeden Dienstagmorgen treffen sich die Herren und kümmern sich um den Grünschnitt, die Wege, den Kompost und viele weitere kleine Aufgaben, die anstehen. Es steckt „eine Menge Herzblut, vor allem aber auch jede Menge Körperkraft in ihrem Engagement und in ihrer Arbeit“. Von daher darf man sie zurecht auch als Ansprechpartner in Grabpflegeangelegenheiten, als Handwerker, Gesprächspartner ja sogar als Trostspender bezeichnen.
Viele sehen in Friedhöfen Orte, mit denen man selten positive Erinnerungen verknüpft. Doch ein Friedhof muss nicht immer dunkel und fernab des jetzigen Lebens existieren. „In vielen Städten werden aus Friedhöfen Begegnungsstätten. Es werden Orte der Würde und der Natur“, sagte Helge Mannott in seiner Laudatio. Wovon er sich im März dann selbst ein Bild machen konnte, als er sich nämlich mit den „Friedhof-Senioren“ Ferdinand Roth und Reinhard Pfleging an deren Wirkungsstätte traf.
Der Friedhof ist Teil des Dorfes, die acht „Friedhof-Senioren“ wollen mit ihrem ehrenamtlichen Engagement den Stadtteil Silschede ein Stück weit schöner machen. Und „ein solches Erscheinungsbild kann eine Kommune oder Kirchengemeinde mit den heute zur Verfügung stehenden Mitteln, sei es finanziell oder personell, leider immer seltener aufrechterhalten“, erklärte der SPD-Stadtverbandsvorsitzende.

Teil des Preisgeldes geht ans Hospiz

Der Ehrenamtspreis beinhaltete neben einer Urkunde auch einen Betrag in Höhe von 500 Euro. Diesen gut gebrauchen und sinnvoll investieren zu wollen, kündigten Achim Laaser, Ferdinand Roth, Gerd Sudhoff, Peter Hasenkamp und Reinhard Pfleging (urlaubsbedingt fehlten: Heinrich Briel, Axel Massmann und Dietmar Lobermeier) in ihren Dankesworten an, und überraschten zudem die anwesenden Gäste damit, dass sie die Hälfte des Betrages dem Ökumenischen Hospiz Emmaus zugute kommen lassen wollen. „Wir sind acht feste Leute, acht Charaktere, am Ende sind wir uns aber immer alle einig“, sagte Reinhardt Pfleging abschließend.
Im Anschluss an den offiziellen Teil des Abends präsentierte der Schauspieler Dario Weberg sein Soloprogramm, in dem er über das Leben und die Werke bekannter Lyriker, Künstler und Weltstars erzählte. Alle hatten sie der Nachwelt etwas hinterlassen, was er in unnachahmlicherweise dem Publikum präsentierte.

Autor:

Lokalkompass Schwelm aus Schwelm

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