Afrikanische Schweinepest: Auch im EN-Kreis bittet Veterinäramt um Wachsamkeit

Die Afrikanische Schweinepest sorgt bei Landwirten und in den Veterinärämtern seit Monaten für Sorgenfalten. Zunächst hatte sich die Tierseuche in Wildschweinbeständen unter anderem in Ungarn und Polen, Rumänien und dem Baltikum ausgebreitet. Mitte September wurden erste Fälle in der belgischen Region Wallonien bestätigt.

"Die Ausbrüche in Osteuropa waren für uns bereits in den letzten Monaten Anlass, um die Mitglieder der Kreisjägerschaft verstärkt für diese Krankheit zu sensibilisieren", berichtet Dr. Peter Richter, Amtstierarzt des Ennepe-Ruhr-Kreises. Mit Blick auf die betroffenen Wildschweine in Belgien geht er jetzt aber einen Schritt weiter. "Zwar sind es vom Fundort in unserem westlichen Nachbarland bis in den Ennepe-Ruhr-Kreis immer noch rund 300 Kilometer. Fakt ist aber: Die Seuche rückt an Nordrhein-Westfalen und damit auch an uns heran. Daher ist mehr und mehr erhöhte Vorsicht und Achtsamkeit geboten."
Sein Appell richtet Richter insbesondere an Wanderer sowie Pilzsammler, die gerade in diesen Tagen im Wald unterwegs sind. Sie sind neben den Jägern die ersten, die auf verendete Wildschweine stoßen könnten. Jedes einzelne könnte von der Afrikanischen Schweinepest betroffen sein. "Um hier auf Nummer sicher zu gehen, ist zum einen Vorsicht geboten. Zum anderen sollten Fund und Fundort möglichst schnell beim Kreisveterinäramt gemeldet werden. Wir bringen dann entsprechende Untersuchungen auf den Weg", lautet die eindeutige Botschaft des Amtstierarztes. Erreichbar sind die Mitarbeiter montags bis donnerstags zwischen 8 und 16 Uhr sowie freitags von 8 bis 12 Uhr. Die Telefonnummern lauten 02336/93 2635 und 02336/93 2410. Außerhalb der genannten Zeiten kann die Meldung an die Leitstelle des Ennepe-Ruhr-Kreises unter 112 erfolgen.

Gute Nachricht: Krankheit für den Menschen unbedenklich

Zu den mit der Afrikanischen Schweinepest verbundenen Gefahren heißt es aus dem Schwelmer Kreishaus: Infizieren können sich ausschließlich Wildschweine und Hausschweine. Der Erreger ist für den Menschen völlig ungefährlich. "Allerdings wäre der Ausbruch der Seuche für die landwirtschaftlichen Betriebe, die Schweine halten, mit erheblichen Nachteilen verbunden. Dies kann bis zum Töten ganzer Bestände reichen", macht Dr. Richter deutlich. Grundsätzliche gelte: Je schneller infizierte Tiere entdeckt werden, desto höher die Aussichten, einen Ausbruch erfolgreich zu bekämpfen. Die Viren bleiben in Wurst- und Fleischerzeugnissen wie Salami und Schinken monatelang infektiös. Wenn LKW Fahrer oder andere Reisende so infizierte Lebensmittel gedankenlos an Rastplätzen entsorgen und damit Wildschweinen den Zugang ermöglichen, tragen sie entscheidend zur Verbreitung der Afrikanischen Schweinepest bei. Daher gilt: Fleisch- und Wurstwaren an Autohöfen und Rastplätzen grundsätzlich nur in aufgestellte Müllcontainer werfen.
Hundehalter sollten bedenken: Ihr Tier kann zwar nicht erkranken. Nach dem Kontakt mit Schweinekadavern kann es den Erreger aber verschleppen. Daher sollten Hunde keinesfalls unbeaufsichtigt frei laufen.

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