Ennepe-Ruhr-Kreis
Gefahrenabwehrzentrum soll bis 2025 fertig sein

Das neue Gefahrenabwehrzentrum für den Ennepe-Ruhr-Kreis soll bis 2025 fertig werden.
  • Das neue Gefahrenabwehrzentrum für den Ennepe-Ruhr-Kreis soll bis 2025 fertig werden.
  • Foto: Nina Sikora
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Geplant ist es schon seit längerem: das Gefahrenabwehrzentrum für den Ennepe-Ruhr-Kreis. Jetzt ist sich der Ausschuss für Bauen über die Details einig.

In vier Jahren soll das Gefahrenabwehrzentrum fertig sein. Es wird aus Büros und Besprechungsräumen, Leitstelle und Lager, Hallenstellplätzen und Technikräumen am Strückerberg in Ennepetal bestehen. Gebündelt werden mehrere Einsatzzentralen, unter anderem der Feuerwehr, die momentan noch verstreut im Kreis zu finden sind. Auch die Tierseuchenbekämpfung, die derzeit keinen festen Standort hat, soll in das Zentrum ziehen. Und die Leitstelle befindet sich beispielsweise noch im Kreishaus. "Unterm Strich haben wir die Verwaltungsvorlage mehrheitlich beschlossen", beschreibt Oliver Flüshöh (CDU), Vorsitzender des Bauausschusses.

Von der vorherigen Sitzung waren noch einige Punkte strittig, etwa die genaue Größe oder die Bauweise. "Es ging darum, ob für den Geschossbau eine Bauweise aus Stahlbeton oder aus Holz beschlossen werden soll", erklärt Oliver Flüshöh. Man habe sich nun geeinigt. "Die Grünen tragen die Entscheidung, Stahlbeton zu verwenden, mit, auch wenn dies nicht ihrem Wunsch entspricht", beschreibt er.

"Unser Grundsatz ist es, dass möglichst viel Ökologisches bedacht wird", bekräftigt Ausschussmitglied Marcel Gießwein (Bündnis 90/Die Grünen). Aspekte wie beispielsweise das Gründach lobt er daher. "Das finden wir sehr positiv." Im Vorfeld wollte man sich dafür einsetzen, dass möglichst viel in Holzbauweise errichtet wird. Beim Brandhaus war dies nicht im Gespräch, aber beim Geschossbau und der Fahrzeughalle.

Die Verwaltung habe beim Geschossbau Holz kategorisch ausgeschlossen, was die Grünen bemängelten. Holz habe unter anderem den Vorteil, dass es kalkulierbarer sei als Stahlbeton, wenn es einmal brennen solle. "Die Verwaltung schätzt das anders ein", so Marcel Gießwein. "Wir haben daher gesagt: Wir halten die kategorische Ablehnung zwar für falsch, da es aber viele andere ökologische Aspekte gibt, die bedacht wurden, sind wir mit dem geplanten Bau einverstanden. Es wird ein hochökologisches Gebäude."

Bei anderen Aspekten herrschte dagegen Einigkeit. So ist eine Lüftungsanlage vorgesehen. Diese ist notwendig, da Sicherheitsanforderung beachtet werden müssen, nach denen es in der Leitstelle keine zu öffnenden Fenster geben soll. Für die Beheizung soll auf eine Sole-Wärmepumpe und einen Gas-Kessel sowie Kompressionskälte gesetzt werden. Zur Kühlung der Leitstelle ist eine kombinierte Luft- und Wasserkühldecke vorgesehen.

Unter anderem gab es auch die Anregung der AfD, keine Dachbegrünung zu errichten. "Es hat aber eine Klimatisierungsfunktion und soll sicherstellen, dass es im Gebäude nicht zu warm wird", hält Oliver Flüshöh dagegen. Zudem helfe es, dass das Zentrum bei starkem Regen trotz Hanglage nicht so schnell unter Wasser stehe, da das Dach so Wasser auffangen könne.

"Nach jetzigem Stand werden circa 80 Mitarbeiter in das Gefahrenabwehrzentrum einziehen. Die endgültige Zahl muss aber noch durch das Betriebs- und Personalkonzept festgelegt werden", erklärt Oliver Flüshöh. Genügend Strom wird auch produziert. Überschüssige Mengen werden in das Stromnetz eingespeist. Es wird aber auch eine Speichermöglichkeit geben. Genügen werden die Möglichkeiten, schätzt Oliver Flüshöh: "Ich glaube nicht, dass wir hier E-Feuerwehrfahrzeuge haben werden. Eher welche, die mit Wasserstoff angetrieben werden."

Das Gefahrenabwehrzentrum soll eine Größe von 16.022 Quadratmetern bekommen. Ursprünglich war eine Fläche von 10.000 Quadratmetern vorgesehen, was aber zu wenig ist. Grund sind neue Gesetze. Die Vorgaben und Unfallverhütungsvorschriften für Leitstellen und Feuerwehren haben sich innerhalb der vergangene Jahre deutlich verändert. Von technischer Seite muss aus Sicherheitsgründen inzwischen alles Systemrelevante doppelt vorgehalten sein. Außerdem werden zusätzliche Fahrzeughallen und Räume zur Pandemievorsorge benötigt. Zwischenzeitlich waren auch etwa 18.000 Quadratmeter im Gespräch, was nach Meinung einiger Ausschussmitglieder noch zukunftssicherer sei. Geeinigt hat man sich nun auf rund 16.000 Quadratmeter. Platz wird für etwa 35 Fahrzeuge unterschiedlicher Größe sein.

Autor:

Tobias Weskamp aus Dortmund-Ost

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