76:73-Auftaktsieg über Play-Off-Gegner Rhöndorf

Was für ein Spiel! Unentschieden nach dem ersten Viertel, sieben Punkte Rückstand zur Halbzeit, im dritten Abschnitt die schlechteste Phase mit 13 Zählern Vorsprung für den Gegner – dann die Aufholjagd und der wichtige Sieg. Mit 76:73 gewinnen die Schwelmer Baskets am Samstag, 15. März 2014, die erste Partie der Achtelfinalserie der Play-Offs in der 2. Basketball Bundesliga ProB gegen die Dragons Rhöndorf. Top-Scorer der Begegnung in der mit 670 Zuschauern nahezu ausverkauften Sporthalle West wurde David Hicks, der insgesamt 28 Punkte erzielte.

Die ersten zehn Minuten nach dem Sprungball verliefen vollkommen ausgeglichen. Die Hausherren netzten gleich vier Dreier ein und waren auch auf die 1-3-1-Zone der Gäste vorbereitet. So endete das erste Viertel beim Stand von 20:20. „Wenn man aus der Distanz trifft, ist alles einfach. Wir haben die gesamte Woche gegen die Rhöndorfer Zone trainiert. Wenn der Gegner aber ein ungewöhnliches System spielt, schafft man es nicht, dieses zu 100 Prozent zu simulieren“, erklärt Coach Raphael Wilder. Ihm war klar: Im Laufe des Spiels müssen seine Jungs die Zone knacken und den Drachen eine Mann-gegen-Mann-Verteidigung aufzwingen.

Der zweite Abschnitt startete mit einem 10:0-Lauf des Gegners, fortan liefen die Schwelmer Baskets einem Rückstand hinterher. Bis zur Halbzeit hatten sie sich auf 32:39 heran gekämpft, das Viertel ging mit 12:19 an Rhöndorf. Nach dem Seitenwechsel begann die schlechteste Phase der Kreisstädter. In Spielminute 25 betrug der Rückstand auf den Tabellensechsten der Südgruppe 13 Punkte – Wilder nahm eine Auszeit. Er ließ wieder Zone spielen, brachte Michael Agyapong für Mirko Anastasov und 12 Minuten vor Schluss Dario Fiorentino für Sebastian Schröter. „Dario hat mit Sicherheit eines seiner besten Spiele für Schwelm gemacht, genau wie Michael. Er war ein Riesenfaktor für uns, stand richtig gut in der Verteidigung. Gegen ihn wurde kein Korb gemacht“, sagt der Baskets-Coach. Nachdem die Hausherren das dritte Viertel mit 23:24 nur knapp an den Gegner abgeben mussten, war der Siegeswillen entfacht.

Der Abstand auf die Drachen verringerte sich jetzt mehr und mehr, beim Stand von 55:63 ging es in den Schlussspurt. Binnen 98 Sekunden hatten die Baskets sieben Punkte auf Rhöndorf gut gemacht und als die Uhr bei 5:53 Minuten stoppte durch einen Dreier von Geburtstagskind Max Kramer erstmals die Führung zurückerobert (67:66). Von diesem Moment an gaben die Kreisstädter das Zepter nicht mehr aus der Hand, auch wenn es wenige Sekunden vor dem Abpfiff noch einmal unnötig spannend wurde: Beim Stand von 76:73 foulten die Baskets den Gegner beim Wurfversuch – das hätte bei einem Treffer mit anschließendem Freiwurf den Ausgleich bedeuten können. Glücklicherweise wurde der Fehler nicht bestraft, der Ball verfehlte sein Ziel und aus den Freiwürfen konnten die Drachen ebenfalls kein Kapital schlagen. Somit war die Messe gelesen und der Sieg unter Dach und Fach.

Coach Wilder: „Der Schlüssel zum Erfolg war ganz klar unsere gute Defense. Wir haben nach dem Rückstand sehr physisch verteidigt. Max, Felix und Thorben konnten erneut keine Akzente setzen, im vierten Viertel hat uns Max mit seinen beiden Dreiern geholfen, weiter zu punkten. Er war eine Entlastung für David und Dario, die zu diesem Zeitpunkt unsere beiden einzigen Scorer waren. Die drei deutschen Aufbau- und Flügelspieler haben zusammen 50 Minuten auf dem Parkett gestanden und acht Punkte gemacht. Das ist wenig, aber wenn man diese Punkte, so wie letzte Woche, nicht bekommt, dann verliert man. Es war ein aufregendes, hart umkämpftes Play-Off-Spiel mit einem schönen Sieg für uns. Ich glaube es hätte niemand gedacht, dass wir die Partie noch drehen. Das gibt Mut für das zweite Spiel.“

Die Baskets in Zahlen:
Hicks (28/4), Hogg (14/1), Fiorentino (12), Schröter (10/2), Kramer (6/2), Anastasov (4), Engel (2), Agyapong, Haake, Mengering (dnp)

Das zweite Spiel der Achtelfinalserie zwischen den Schwelmer Baskets und den Dragons Rhöndorf steigt am Samstag, 22. März 2014, um 19 Uhr in der Menzenberger Sporthalle (Menzenberger Straße 72, 53604 Bad Honnef). Bringen die Kreisstädter auch diese Partie nach Hause, würden sie vorzeitig das Ticket fürs Viertelfinale der Play-Offs lösen.

Autor:

Marvin Eberle aus Schwelm

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