Fabian Gentgen feiert Comeback - Baskets erkämpfen Heimsieg gegen Herzöge

„Hinter uns liegt das schwerste Spiel der bisherigen Saison“, sagt Schwelms Coach Raphael Wilder über die gestrige Begegnung der Baskets gegen die MTV Herzöge Wolfenbüttel. Nach einem harten Kampf gelang es den Kreisstädtern um Kapitän Sebastian Schröter mehr oder weniger in letzter Minute die Gäste aus Niedersachsen am Samstag, 12. Januar 2013, mit 79:74 in die Knie zu zwingen.

Eigentlich hatten die Baskets die Partie gleich von Beginn an recht gut im Griff – lagen sie doch seit der 4. Spielminute konstant in Führung. Verletzungsbedingt musste die Mannschaft auf Leistungsträger Lars Wendt verzichten, Simon Asbach rückte für den nach Konstanz gewechselten Aubrey Conerly in die Starting-Five. „Simon hat seine Aufgabe sehr gut gelöst. Natürlich musste er sonst nicht so viel Verantwortung übernehmen und Aubreys Rolle von Beginn an ersetzen. Trotzdem hat er prima gespielt“, lobt Wilder den jungen Guard mit der Nummer 5. Auch Fabian Gentgen, der zu Saisonbeginn erneut vom Verletzungspech getroffen wurde, inzwischen aber wieder ins Training einsteigen konnte, feierte nach eineinhalb Jahren beim ersten Heimspiel in 2013 sein Comeback. Am Ende des ersten Viertels lagen die Schwelmer mit 26:19 vorn, auch das zweite Viertel ging mit 17:15 an die Hausherren.

Nach dem Seitenwechsel plätscherte das Spiel weiter vor sich hin, die Baskets behielten auch im dritten Abschnitt die Oberhand und rangen dem Team von Trainer Benjamin Travnizek ein glückliches 22:21 ab. Alles, was sich ab der 31. Minute – beim Spielstand von 69:55 aus Sicht der Kreisstädter – in der Sporthalle West ereignete, hatte es in der laufenden Saison so noch nicht gegeben: Volle sieben Minuten (!) gelang den Baskets kein einziger Wurf. Gleichzeitig schalteten die Herzöge nicht nur einen Gang höher und legten einen atemberaubenden 17:0-Lauf hin – einzig unterbrochen durch einen glücklichen Dreier von Julius Coles, der mit 25 Punkten Top-Scorer auf Seiten der Gastgeber wurde. „Normalerweise verliert man solche Spiele. Ein 17-Punkte-Run ist schließlich kein Pappenstiel. Ich muss meiner Mannschaft ein großes Kompliment aussprechen. Die Jungs haben fantastisch gekämpft, die kritische Phase nach Wolfenbüttels Ausgleich mit einem grandiosen Anti-Lauf überwunden und letztlich dank der guten Freiwurfquote kurz vor Schluss gewonnen“, so das Resümee des Trainers. Obgleich das letzte Viertel also verdient mit 14:19 an die Gäste aus Niedersachsen ging, durften knapp 600 Zuschauer nach der Schlusssirene den ersten Heimsieg der Schwelmer Baskets im neuen Jahr bejubeln.

Froh über den Erfolg seiner Truppe zollte Raffi Wilder auch dem Gegner größten Respekt und wagte einen Ausblick auf die kommenden Wochen: „Ich ziehe meinen Hut vor der Leistung der Herzöge. Das war definitiv keine Abstiegsmannschaft, die wir gestern gesehen haben. Es war das erwartet schwere Spiel gegen eine erstklassige Verteidigung. Für meine Mannschaft war es äußerst wichtig, auch mal ein extrem enges Spiel zu erleben. Das kennen wir aus der Hinrunde so bislang nicht. Aber der Sieg gibt Selbstvertrauen, das wir angesichts der gegenwärtigen Team-Situation gut gebrauchen können. Durch den Weggang von Aubrey und Lars‘ Verletzung fehlten uns auf der Bank entscheidende Impulse, die wir gestern nicht wie gewohnt abrufen konnten. Kurz vor den Play-Offs stehen wir vor einer völlig neuen Situation, an die wir uns erst gewöhnen müssen. Es gilt, die Lücken im Mannschaftsgefüge zu schließen. Jetzt ist jeder einzelne Spieler noch stärker gefordert. Wir dürfen uns in Zukunft keine Schwächen mehr erlauben.“

Im Baskets-Trikot liefen auf:
Coles (25/3), Hamilton (14/2), Malinowski (13), Schröter (11/3), Kronhardt (8), Asbach (6), Fiorentino (2), Agyapong, Gentgen, Mengering (dnp), Winterberg (dnp).

Am Sonntag, 20. Januar 2013, kommt es zum Evergreen zwischen den Schwelmer Baskets und dem BSV Wulfen. Sprungball in der Sporthalle der Gesamtschule Wulfen-Barkenberg ist um 18 Uhr.

Autor:

Marvin Eberle aus Schwelm

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