Glücklicher Ausgang im Krimi gegen Braunschweig

Spannender hätte auch Alfred Hitchcock das Drehbuch des Basketball-Krimis zwischen den Schwelmer Baskets und den Spot up Medien Baskets Braunschweig nicht inszenieren können: Haarscharf schrammte Wilders Truppe am gestrigen Samstagabend an einer Niederlage vorbei. Nach einem wahnsinnigen Kraftakt konnten sich die Kreisstädter am Ende jedoch glücklich mit 75:72 gegen die Gäste aus Niedersachsen durchsetzen. „Ein Leckerbissen für einen wahren Basketball-Fan. Alle, die live dabei waren, haben sich selbst belohnt und bekommen, was sich jeder Fan wünscht. Es gibt nichts Schöneres als so einen Sieg“, freut sich der Trainer nicht nur über den Erfolg seiner Jungs, sondern auch über die lautstarke Unterstützung.

Im ersten Viertel bot Braunschweigs Small-Forward Howard Sant-Roos den Zuschauern in der Sporthalle West eine fulminante One-Man-Show. Nicht weniger als 17 Punkte gingen allein während der ersten zehn Minuten auf das Konto des gebürtigen Kubaners, der sich zu diesem Zeitpunkt keinen einzigen Fehlwurf leistete und problemlos fünf Dreier einnetzte. 25:15 hieß es deshalb zur Viertelpause aus Sicht der Gäste. „Unsere Leistung war katastrophal! Es stimmte nichts. Sant-Roos hat uns quasi im Alleingang fertig gemacht“, sagt Coach Raphael Wilder.

Im zweiten Abschnitt bäumte sich die Truppe um Kapitän Fabian Gentgen mit großem Kampfgeist gegen die drohende Niederlage vor heimischem Publikum auf. Ein fantastisch verteidigender Lars Wendt hielt Braunschweigs Guard in Schach, sodass Howard Sant-Roos bis zur Pause keinen Treffer mehr landen konnte. Gleichzeitig nahm ein überragender DJ Hamilton, mit 22 Punkten bester Werfer auf Seiten der Baskets, den gegnerischen Korb unter Beschuss. Das zweite Viertel ging klar an die Kreisstädter, beim Stand von 36:36 ging es für beide Mannschaften in die Pause.

Nach dem Seitenwechsel schien eine neue Partie angepfiffen worden zu sein. Auf den Rängen sahen rund 500 Fans ein kampfbetontes und sehr faires Spiel, in dessen Verlauf die Führung von Augenblick zu Augenblick wechselte und kein Team sich merklich absetzen konnte. Für den Höhepunkt des dritten Viertels sorgte Dominik Malinowski: Im Kampf gegen die Uhr beförderte er den Ball quasi mit der Schlusssirene aus 14 Meter Entfernung in die Reuse und verkürzte auf lediglich zwei Punkte Rückstand am Ende des dritten Viertels.

Die letzten zehn Minuten waren nichts für schwache Nerven. In der 36. Minute lagen die Kreisstädter noch mit sechs Punkten in Führung, drei Minuten später hatten die Braunschweiger die Begegnung zu ihren Gunsten gedreht. 68:70 war auf der Anzeigetafel zu lesen. Durch einen Konter gelang Julius Coles der Ausgleich, DJ Hamilton brachte die Gastgeber wenige Sekunden später wieder in Führung. Point-Guard Steven Bennett verwandelte einen Korbleger, alles deutete zu diesem Zeitpunkt auf Verlängerung hin. Fünf Sekunden vor Schluss netzte Julius Coles einen Distanzwurf zum 75:72-Endstand ein, den letzten Angriff der Braunschweiger konnte Center Andi Kronhardt abblocken.

Coach Wilder: „Das erste Viertel war ein Spiegelbild unseres momentanen Trainings. Ganz klar eine indiskutable Leistung. Die Braunschweiger haben uns hübsch an die Wand gespielt. Sant-Roos kommt am Ende auf insgesamt 32 Punkte und holt neun Rebounds. Das ist eine fantastische Trefferquote – einfach Hammer! Beide Mannschaften hätten den Sieg auf jeden Fall verdient.“

Im Trikot der Baskets spielten:
Hamilton (22/2), Coles (19/3), Malinowski (11/1), Wendt (8/2), Kronhardt (7), Fiorentino (6/1), Schröter (2), Agyapong, Asbach, Gentgen (dnp), Mengering (dnp).

Eines steht nach diesem mit Spannung geladenen 16. Spieltag fest: Die Schwelmer Baskets landen am Ende der Hauptrunde definitiv unter den ersten vier Mannschaften in der ProB Nord. Der Heimvorteil in den Playoffs ist damit sicher.

Am kommenden Samstag, 2. Februar 2013, trifft Wilders Team auf die Rheinland Versicherungen Hertener Löwen. Sprungball ist um 19.30 Uhr, Schauplatz des Derbys die Sporthalle der Gesamtschule Herten, Fritz-Erler-Straße 2. Gentgen und Co. freuen sich über zahlreiche Unterstützer auf den Rängen – Abfahrt des Fan-Busses ist um 17.30 Uhr am Schwelmer Bahnhof.

Autor:

Marvin Eberle aus Schwelm

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